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„Anzeige ist raus“: Nutzer sieht bei Parkvergehen rot – Wut-Post sorgt für Radl-Auto-Streit im Netz

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Jodel-User sieht bei Parkvergehen rot – doch andere Nutzer können das nicht wirklich nachvollziehen.
Jodel-User sieht bei Parkvergehen rot – doch andere Nutzer können das nicht wirklich nachvollziehen. © Screenshot Jodel

Im Internet regte sich ein Nutzer über einen falsch parkenden Transporter auf. Das werde teuer, eine Anzeige sei raus. Doch nicht alle sind seiner Meinung.

Nürnberg – Wut auf der einen Seite, Unverständnis auf der anderen: Auf Jodel postete ein Nutzer ein Foto. Zu sehen: ein relativ leerer Straßenzug in Nürnberg. Seinen Post versah der User mit den Worten: „Das waren dann teure Brötchen, du Penner“. Doch – was war überhaupt der Anlass für die derben Worte? Auch die ersten zwei Kommentare zeigen, dass zunächst einmal der Grund für den Wut-Post überhaupt nicht klar war – lediglich ein Fragezeichen hinterließen die ersten Nutzer.

Wut-Post im Netz über Falschparker: Jodel-Nutzer schimpft – Nutzer sind geteilter Meinung

Schnell erklärt sich der Urheber des Posts. Der Fahrer des Transporters, links im Bild zu sehen, parke direkt neben einer leeren Parkbucht auf dem Radweg. „Verboten doof“, nennt der Nutzer das, „Anzeige geht raus“, schreibt er. Doch die nächsten kommentierenden Nutzer verstehen die Wut nicht so ganz. Ob um 6.30 Uhr morgens sonst nichts sei, ob er sonst keine Probleme habe, fragen sie ironisch.

Andere Nutzer können den Frust des Verfassers verstehen. „Es gibt Vorschriften, wenn du die missachtest, brauchst dich halt nicht wundern, wenn‘s dann Konsequenzen gibt“, heißt es da. Ein anderer kritisiert aber, dass – wie auf dem Foto zu sehen – nichts los sei auf der Straße. Auf dem Fahrradweg parken sei zwar nicht toll, aber in dem Fall müsse man ja nicht nur schwarz und weiß sehen.

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Frust-Jodel löst Diskussion im Netz zwischen Radlern und Autofahrern aus

Das lässt der Verfasser des Postings nicht auf sich sitzen. Er erklärt, dass die Straße nur leer sei, weil die Ampel gerade auf Grün gesprungen sei und alle Autos weggefahren sind. Außerdem sei nun mal die Parklücke daneben frei gewesen – der Fahrer sei „einfach zu faul“ gewesen, sie zu nutzen, vermutet er. Für Radfahrer sei es einfach gefährlich, wegen des Falschparkers auf die Autospur auszuweichen.

Schnell entbrennt unter dem Post anschließend aber eine Diskussion zwischen Radfahrern, die sich im Straßenverkehr benachteiligt fühlen, und Autofahrern, die sich über die vermeintlich häufigen Regelmissachtungen der Fahrradfahrer beschweren. Anschließend kündigt der Verfasser des Jodel-Posts an, dass er künftig „alle Radwegparker anzeigen will und damit Leute davor abschrecken will“. Er sei aber dafür, dass auch „Rowdyradler“ kontrolliert und angezeigt werden.

Jodel-Wut über Falschparker: Nutzer zeigt Vorbild des Falschparkers

Die Schlusspointe der insgesamt immerhin 114 Kommentare umfassenden Diskussion gehört einem Nutzer, der sich bis dahin noch gar nicht zu Wort gemeldet hatte. Er zeigt ironisch, von dem der Falschparker sein Verhalten gelernt habe – mit einem Foto eines Polizeiautos, das auf einem Radweg parkt.

Ein Polizeiauto parkt auf einem Radweg – mit diesem Foto beendet ein Nutzer die lange Diskussion auf Jodel.
Ein Polizeiauto parkt auf einem Radweg – mit diesem Foto beendet ein Nutzer die lange Diskussion auf Jodel. © Screenshot Jodel

Damit endet die lange Diskussion auf Jodel, es folgen nur noch wenige Kommentare. Ob der Nutzer sein Vorhaben in die Tat umsetzt und nun alle Falschparker Nürnbergs direkt anzeigt, lässt sich nur schwer vorhersagen – im Zweifel teilt er es ja wieder über Jodel mit. (fhz)

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