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„Wo ist das Problem?“ Pakete in Briefkasten gestopft – Zurecht? Im Netz entbrennt Diskussion

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Von: Felix Herz

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Zwei Pakete sind mit viel Mühe in einen kleinen Briefkastenschlitz gestopft worden.
Über diese in das Postfach gestopfte Pakete gibt es auf Jodel reichlich Diskussionen © Screenshot / Jodel

Auf Jodel postet ein Nutzer zwei Pakete, die bei ihm mehr schlecht als Recht in den Briefkasten gestopft wurden. Er ist genervt – einige finden, zu Unrecht.

Nürnberg – Seit Amazon seinen festen Platz in der Konsumgesellschaft hat, spätestens aber mit der Corona-Pandemie, sind die privaten Bestellungen nach Hause drastisch gestiegen. Das sorgt immer wieder für hitzige Diskussionen: Während die einen die schiere Bestellmenge der Deutschen kritisieren, ärgern sich andere über die oftmals fragwürdige Art und Weise der Zustellung. Ein typisches Abbild dessen hat sich jüngst in der App Jodel in Nürnberg abgespielt: Zu Wort kommen der genervte Empfänger der Pakete, Kritiker am Bestellvorgang sowie ein ehemaliger DHL-Paketzusteller.

Jodel aus Nürnberg: Fragwürdige Paketzustellung – Diskussion im Netz

Alles beginnt mit dem Foto eines mit Paketen vollgestopften Briefkastens, das ein Nutzer auf Jodel hochlädt und ein Emoji mit genervt verdrehten Augen anhängt. Die ersten Jodel-Nutzer reagieren mit Sarkasmus – dass in den Briefkasten doch noch ein Paket reinpassen würde, oder dass dies als moderne Kunst durchgehen könne. Ein User fragt dann aber kritisch nach, ob es dem Urheber des Fotos etwa lieber gewesen sei, wenn der Zusteller die Pakete wieder mitgenommen hätte. „Wo ist das Problem?“, fragt er.

Ihm sei es lieber gewesen, wenn die Pakete wieder mitgenommen wären und ja, das sei ein Problem, lautet die Antwort. Ein weitere Person mischt sich ein und kommentiert, das Problem sei der dadurch fehlende Diebstahlschutz, Datenschutz sowie der fehlende Schutz vor Beschädigungen. Ein weiterer Kommentator sieht die Schuld beim Besteller: „Dann sei halt daheim, wenn du was bestellst.“

Zwei Pakete sind mit viel Mühe in einen kleinen Briefkastenschlitz gestopft worden.
Über diese in das Postfach gestopfte Pakete gibt es auf Jodel reichlich Diskussionen © Screenshot / Jodel

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Paket-Diskussion auf Jodel: Bei wem liegt die Schuld?

Die Diskussion setzt sich über mehrere Kommentare fort. Die eine Seite kritisiert, dass man nun mal nichts bestellen sollte, wenn man zum Lieferzeitpunkt nicht daheim sei, und wenn, dann solle man einen Ablagepunkt oder eine Paketstation angeben. Die andere Seite sagt, es sei selbstverständlich, dass das Paket wieder mitgenommen werden müsse, wenn der Empfänger nicht daheim sei – und man ja sonst bei einer Vollzeit-Arbeit außer Hauses nie was bestellen könne.

Im Laufe der Diskussion schaltet sich auch ein vermeintlicher, (aufgrund der Anonymität der Plattform nicht zu überprüfen) ehemaliger DHL-Mitarbeiter ein. Er teilt seine Erfahrung, in beiden Fällen kritisiert zu werden: Wenn man das Paket mitnehme, laute die Kritik, warum man es nicht dagelassen habe. Wenn man es vor Ort lässt, würde moniert werden, dass die Zustellung nicht wieder mitgenommen worden sei. Doch auch nach vielen weiteren Kommentaren werden sich die Jodel-Nutzer nicht einig. (fhz)

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