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Randalierendes Pferd auf A6? - Polizei sperrt Autobahn: „teils chaotische Zustände“

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Von: Katarina Amtmann

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Ein Pferd löste eine Vollsperrung der Autobahn in Franken aus. (Symbolbild) © IMAGO / Design Pics

Bei Schwabach gab es einen ungewöhnlichen Einsatz für die Rettungskräfte. Ein Pferd sorgte für eine Vollsperrung der Autobahn. Ein Mann wurde verletzt.

Schwabach - Die Verkehrspolizei Feucht berichtet in ihrer neuesten Pressemitteilung von einem „nicht alltäglichen Einsatz“ am Sonntagnachmittag (14. August) auf der A6 bei Schwabach.

A6/Schwabach: Randalierendes Pferd? - Besitzer beruhigen Tier

Zunächst wurde eine Streife der Verkehrspolizei zu einem Auto mit Pferdeanhänger gerufen, das sich auf dem Seitenstreifen befinde und in dem ein vierjähriges Pferd „randalieren“ würde.

Vor Ort konnte das Pferd von den Besitzern zunächst beruhigt werden, so die Polizei. An einen Weitertransport war aber „aufgrund des extrem angespannten Verhaltens des Pferdes nicht zu denken.“

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Pferd reißt sich los: Gefahr für Autofahrer auf der A6 bei Schwabach - Vollsperre

„Noch bevor eventuelle Maßnahmen durchgeführt werden konnten, befreite sich das Pferd plötzlich aus dem geschlossenen Anhänger durch eine Luke, fiel auf die Fahrbahn und gelangte im Anschluss über die rechte Schutzplanke, wo das Pferd erneut festgehalten und beruhigt werden konnte“, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Da die Gefahr bestand, dass sich das Pferd erneut losreißt - was für den Verkehr auf der A6 genauso wie für das Tier selbst nicht ungefährlich gewesen wäre - musste die Autobahn in Richtung Heilbronn für zwei Stunden voll gesperrt werden. In Richtung Amberg war phasenweise ebenfalls eine Vollsperrung erforderlich.

Das Pferd und die beiden Besitzer befanden sich dabei laut Polizei zwischen der Außenschutzplanke und dem hohen Lärmschutzwall bei Schwabach, weshalb ein Verlassen der Autobahn erst an der nächsten Anschlussstelle, Schwabach-West, möglich gewesen wäre.

Pferd auf Autobahn bei Nürnberg: Polizei berichtet von „tragischem Zwischenfall“

Die Besitzer (20 und 22 Jahre alt) führten das Pferd in Richtung Anschlussstelle, bis sich das Tier aufgrund eines Verkehrszeichens erneut weigerte und blockierte. „Da sich das Pferd auch gegen ein Übersteigen der Schutzplanke stemmte, musste zur technischen Hilfeleistung die FFW Schwabach zur Öffnen der Schutzplanke und zur weiteren Beruhigung des Pferdes eine Tierärztin aus dem südlichen Landkreis hinzugezogen werden“, so die Polizei.

Noch vor Eintreffen der Feuerwehr kam es dann laut Polizei noch zu einem“ tragischen Zwischenfall“. Demnach habe sich ein verständigter Bekannter (34) der Pferdebesitzer dem „verstörten und hochnervösen Pferd offensichtlich ohne Absprache“ genähert. Durch das plötzliche Austreten und Scheuen des Tieres wurde er mit dem Huf im Bauch getroffen. Er kam mit leichten Verletzungen in eine Klinik.

Erst mit Öffnen der Schutzplanke und dem Sedieren des Pferdes durch die Tierärztin konnte das durch den Sturz leicht verletzte Pferd erneut in den Anhänger gebracht und zu einem verständigten Reiterhof bei Hilpoltstein transportiert werden.

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„Teils chaotische Zustände“ in und um Schwabach

Die Vollsperre der A6 wurde letztlich nach rund zwei Stunden wieder aufgehoben. In und um Schwabach kam es durch die Sperre „zu teils chaotischen Zuständen“, da die Umleitungsstrecken schnell überlastet waren. (kam)

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