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Querdenkerin macht Fotografen mit Megaphon fast taub – jetzt stand sie vor Gericht

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Mehrere Megaphone stehen während einer Querdenken-Demonstration auf einer Bühne.
Mit einem Megaphon soll eine Frau aus der Querdenken-Szene einem Pressefotografen einen tagelangen Tinnitus zugefügt haben. (Symbolbild) © David Young/dpa

Bei einer Demo hat eine Querdenkerin mit einem Megaphon einen lauten Ton neben dem Ohr eines Fotografen abgespielt. Jetzt stand sie deshalb vor Gericht.

Nürnberg – Eine Frau aus der Querdenker-Szene hat sich am heutigen Montag (23. August) vor dem Amtsgericht Nürnberg* verantworten müssen. Wie Nordbayern.de berichtet soll sie einem Pressefotografen bei einer Demo am 5. April diesen Jahres ein Megaphon ans Ohr gehalten und einen lauten Signalton abgespielt haben. Der Mann habe vier bis fünf Tage danach noch unter einem Tinnitus gelitten. Die Staatsanwaltschaft erhebt deshalb den Vorwurf vorsätzlicher Körperverletzung gegen die 39-Jährige.

Nürnberg: Fotograf litt mehrere Tage lang an Tinnitus

Doch zur Verhandlung ist die Frau nicht erschienen, das Gericht hat trotzdem auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen Strafbefehl erlassen. Die Angeklagte muss nun 90 Tagessätze zu je 30 Euro zahlen. Insgesamt sind das 2700 Euro. Noch hat sie Möglichkeit Einspruch einzulegen. Kommt es tatsächlich dazu, gibt es in ein paar Wochen eine weitere Verhandlung vor dem Amtsgericht. *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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