Autofahrer kommen zu spät in die Arbeit

Erster Schnee legt Berufsverkehr lahm

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Viele Unfälle passierten wegen der Glätte.

Nürnberg - Tückischer Wintereinbruch: Über 100 Mal krachte es am Dienstagmorgen im Großraum Nürnberg. Weil der angetaute Schnee in der Früh wieder gefroren ist, verwandelten sich die Straßen in Rutschbahnen. Bei einem Unfall wurde ein Rettungsassistent schwer verletzt.

Im Großraum Nürnberg hat der erste Schnee am Dienstagmorgen zu erheblichen Verkehrsproblemen geführt. Auf glatten Straßen kam es immer wieder zu Unfällen - insgesamt zählte die Polizei mehr als 100 Karambolagen. Während die meisten glimpflich mit harmlosen Blechschäden endeten, gab es bei zehn Zusammenstößen Leichtverletzte. Bei einem Doppel-Unfall nahe Schwabach wurde zudem ein Rettungsassistent schwer verletzt. Durch die Zusammenstöße kam es auf fast allen Einfallstraßen zu langen Staus. Viele Autofahrer kamen zu spät zur Arbeit.

„Das ist jedes Jahr das Gleiche: Beim ersten Schnee kommt es zu Behinderungen. Viele Autofahrer in der Region haben sich anscheinend noch nicht auf Schnee und Eis eingestellt“, sagte ein Polizeisprecher. Er räumte allerdings ein, dass die Umstände diesmal besonders tückisch gewesen seien: „Der Schneefall hat praktisch erst mit Beginn des Berufsverkehrs eingesetzt.“ Vielerorts sei die vom Streusalz angetaute dünne Schneedecke wegen der morgendlichen Minusgerade sofort wieder angefroren und habe die Straßen in Eisflächen verwandelt.

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Allein in Nürnberg und Fürth ereigneten sich zwischen 6.30 Uhr und 10.15 Uhr mehr als 60 Zusammenstöße. Der schlimmste Unfall in der Region passierte auf der Bundesstraße 2 bei Schwabach. Dort kam eine 31-Jährige witterungsbedingt von der Straße ab, überschlug sich und verletzte sich leicht. Ihr wollte ein zufällig anwesender Rettungssanitäter zur Hilfe kommen; er wurde jedoch von einem ins Schleudern geratenen Auto erfasst. Dabei erlitt der 58-Jährige schwere Verletzungen, während sich die 19 Jahre alte Autofahrerin leichte Blessuren zuzog. Die B2 wurde zeitweise komplett gesperrt.

Glatteis-Unfälle aus vergangenen Jahren

Glatteis-Unfälle

Zudem beschädigten in Oberfranken von einem Laster herabfallende Eisplatten das Auto eines 41-Jährigen, der kurz vor der Landesgrenze auf der Autobahn 72 in Richtung Dresden unterwegs war. Nach Angaben der Polizei in Hof entstand ein Schaden von etwa 500 Euro.

dpa

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