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Verkehrskontrolle nahe Nürnberg eskaliert: Polizist wird angefahren – Schüsse fallen

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Von: Thomas Eldersch

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Polizist greift zur Waffe
Bei einer Verkehrskontrolle nahe Nürnberg wurde ein Polizist angefahren. Ein anderer machte Gebrauch von seiner Waffe. © Matthey/Fotostand/Imago/Symbolbild

Bei einer Verkehrskontrolle dreht der Fahrer eines Mini durch und steuert direkt auf einen Polizisten zu. Dieser wird verletzt. Sein Kollege zieht die Waffe und schießt.

Update vom 31. März: Die Polizei fahndet weiter nach einem Autofahrer, der bei einer Verkehrskontrolle in Burgthann (Landkreis Nürnberger Land) einen Polizisten angefahren und verletzt hat (siehe Erstmeldung). Die Personalien der Beifahrerin und das Auto seien den Beamten bekannt, so ein Sprecher der Polizei am Donnerstag. Eine Fahndung nach dem Fahrer verlief am Mittwoch erfolglos.

Der Autofahrer sei nach dem Vorfall am Mittwoch davongefahren. Die Beifahrerin stieg aus, bevor der Polizist angefahren wurde. Bei der Fahndung nach dem Auto fanden Beamte das Fahrzeug den Angaben zufolge am Bahnhof in Postbauer-Heng - also ungefähr sieben Kilometer entfernt vom Ort der Polizeikontrolle.

Die Polizei habe bei dem Vorfall geschossen, teilte das Polizeipräsidium Mittelfranken am Mittwochabend mit. Verletzt worden sei bisherigen Erkenntnissen zufolge dabei niemand. Es wird wegen eines versuchten Tötungsdelikts zum Nachteil eines Polizeibeamten ermittelt

Verkehrskontrolle nahe Nürnberg eskaliert: Polizist wird angefahren – Schüsse fallen

Erstmeldung vom 30. März: Altdorf bei Nürnberg – Eine routinemäßige Verkehrskontrolle im Stadtteil Burgthann (Landkreis Nürnberger Land) verlief plötzlich anders als geplant. Im Laufe der Maßnahme gab der Kontrollierte Gas und fuhr einen Polizisten an. Sein Kollege musste von der Schusswaffe Gebrauch machen.

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Verkehrskontrolle in Altdorf bei Nürnberg: BMW-Mini-Fahrer hält auf Polizist zu

Gegen 17 Uhr zogen Beamte der Polizeiinspektion Altdorf einen BMW Mini aus dem Verkehr. An Bord zwei Personen. Die Polizisten selbst waren in Zivil unterwegs, schreibt das Polizeipräsidium Mittelfranken in einer Pressemitteilung. Im Laufe der Kontrolle stieg der Beifahrer aus. Der Fahrer des Mini gab daraufhin Gas und fuhr direkt auf einen der Polizisten zu. Er traf ihn und verletzte ihn am Bein. Sein Kollege gab daraufhin Schüsse ab. Der BMW-Mini-Fahrer konnte allerdings flüchten.

Umgehend wurde der Wagen zur Fahndung ausgeschrieben. Die Verkehrskontrolle entwickelte sich unverzüglich zu einem Großeinsatz. Beamte benachbarter Dienststellen sowie Kräfte der bayerischen Bereitschaftspolizei, des USK Mittelfranken und des Polizeipräsidiums Oberpfalz machten sich auf die Suche nach dem Mini. Sie wurden auch fündig. Der Wagen wurde am Bahnhof Postbauer-Heng, südöstlich von Nürnberg, abgestellt. Vom Fahrer fehlte jede Spur. Weil es möglich war, dass der Flüchtige mit dem Zug das Weite gesucht hat, wurde auch die Bundespolzei eingeschaltet.

Flüchtiger Mini-Fahrer wird wegen eines versuchten Tötungsdelikts gesucht

Der verletzte Polizist wurde derweil in ein Krankenhaus gebracht. Zunächst konnte die Polizei noch keine Angaben zur Schwere der Verletzungen machen. Bis in den Abend wurde nach dem flüchtigen Mini-Fahrer gefahndet – zunächst noch ohne Erfolg (Stand: Mittwoch, 30. März, 20.45 Uhr). Die Ermittlungen hat mittlerweile das Fachkommissariat der Schwabacher Kriminalpolizei übernommen. Sie arbeiten eng mit der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth zusammen. Auch ein Sachverständiger wurde zu dem Fall hinzugezogen.

Gegen den flüchtigen Mini-Fahrer wird wegen versuchter Tötung gefahndet. Aber es wurden auch Ermittlungen wegen des Schusswaffengebrauchs eingeleitet. Die Staatsanwaltschaft prüft, ob sie gerechtfertigt waren. (tel)

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