Nürnberg

Feriencamp-Kinder im Krankenhaus: Essen schuld?

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Nürnberg - Zwölf Kinder eines Feriencamps in Nürnberg sind mit starkem Erbrechen und Durchfall in Krankenhäuser gebracht worden. Vermutlich wegen eines verdorbenen Kartoffelsalats.

„Die haben alle Kartoffelsalat gegessen, aber ob der das war, wissen wir noch nicht“, sagte Jutta Lausecker vom Gesundheitsamt der Stadt am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa. Die Auswertung der Proben werde noch einige Tage dauern; das Krankheitsbild passe neben einer klassischen Lebensmittelvergiftung auch zu Noroviren. Die Verpflegung des Camps war laut Lausecker teilweise von Eltern bereitgestellt worden, die nach ersten Erkenntnissen auch den möglicherweise verdorbenen Kartoffelsalat mitgebracht hatten.

Das von einem Sportverein veranstaltete Fußballcamp wurde von 100 bis 150 Kindern besucht. „Wie viele insgesamt Erbrechen hatten, wissen wir nicht“, sagte Lausecker. Der Behörde seien nur die Fälle bekannt, die seit Montag stationär behandelt wurden. Ein Sprecher des Klinikums Nürnberg berichtete, dass die vier dort aufgenommenen Patienten im Alter von 10, 11 und 14 Jahren noch im Laufe des Dienstags wieder entlassen werden sollten. Die Ärzte gingen davon aus, dass verdorbene Lebensmittel der Verursacher für das heftige Unwohlsein waren. „Es ging um Mayonnaise und Kartoffeln.“

Auch die anderen acht Kinder dürften bald wieder nach Hause, kündigte Infektionsschutz-Expertin Lausecker an. „Das ist in der Regel eine Sache von wenigen Tagen. Aber so lange müssen die normalerweise nicht stationär in der Klinik bleiben.“ Das Problem sei vor allem, dass die Kinder wegen des hohen Flüssigkeitsverlustes austrockneten und deshalb am Anfang der Behandlung Infusionen brauchten.

dpa

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