Er erwürgte  eine Frau

Mörder muss lebenslang in Haft

Nürnberg - In Nürnberg hatte ein 23-Jähriger eine junge Frau mit bloßen Händen erwürgt und in den Baggersee geworfen. Jetzt bekam er vom Landgericht Nürnberg-Fürth lebenslang.

Für den Mord an einer 19-Jährigen hat das Landgericht Nürnberg-Fürth einen jungen Mann zu lebenslanger Haft verurteilt. Sowohl Staatsanwaltschaft als auch Verteidigung hatten dieses Strafmaß am Dienstag zuvor in ihren Plädoyers gefordert. Allzu drückend waren die Beweise, zudem hatte der 23-Jährige die Tat bei den Vernehmungen zugegeben und die Polizisten anschließend zur Leiche geführt. Während des Prozesses schwieg der Schwabacher.

Allerdings hatte er zuvor geschildert, dass es während einer Autofahrt im Februar zwischen ihm und seinem Opfer zu einem heftigen Streit gekommen sei. Er habe sich von der jungen Frau ausgenutzt und als Drogenkurier missbraucht gefühlt. Als die 19-Jährige ihm dann gedroht habe, ihn wegen Drogengeschäften anzuzeigen, sei die Situation eskaliert.

Das Gericht sah darin dennoch keine Tat im Affekt. Der 23-Jährige habe die junge Frau getötet um zu vertuschen, dass er sie im Streit geschlagen habe. Dabei versuchte er zunächst, seine Bekannte mit einer Vorhangschnur aus Draht zu erdrosseln. Als dies misslang, erwürgte er sie mit bloßen Händen. Die Leiche warf er in einen Baggersee bei Mosbach im Landkreis Roth. Damit sie in dem nur 1,20 Meter tiefen Gewässer nicht auftrieb, beschwerte er sie mit einem Gullydeckel.

Anfangs vertuschte der junge Mann seine Tat und schickte sich etwa mit dem Handy seines Opfers weiter Kurznachrichten. Bei den Vernehmungen verwickelte er sich dann allerdings in Widersprüche, bis er letztlich ein Geständnis ablegte. Ein als Zeuge vernommener Polizeibeamter berichtete, das Versteck im Uferbereich des Sees habe der Täter so gut gewählt, dass die Polizei die Leiche nie allein gefunden hätte.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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