Mitten in Ebersberg: Wohnhaus steht in Flammen - Großeinsatz läuft

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Ärger über Gerümpel

Müll vor Asylunterkunft: Gemeinde hat einen Verdacht

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Vorgarten als Müllhalde: Dieses Bild bot sich zuletzt vor einem Haus an der Schöllerstraße in Hausham. 

Alte Möbel und Haushaltsgeräte lagern seit geraumer Zeit vor einer Asylunterkunft in Hausham: Anwohner ärgern sich. Gemeinde und Flüchtlingsbetreuer erforschen die Hintergründe.

Hausham – Es ist ein Bild, das an Sperrmüll-Sammelaktionen vergangener Zeiten erinnert. Mehrere Möbelstücke liegen vor einem Wohnhaus an der Schöllerstraße in Hausham. Nicht erst seit ein paar Tagen, sondern seit November, berichtet ein Anwohner unserer Zeitung. Und regelmäßig kämen neue dazu. Bei Gemeinde und Landratsamt habe er bereits angerufen – vergeblich. „Da fühlt sich keiner zuständig.“

Für Aufklärung kann Gerhard Klante sorgen, der sich als Asylhelfer ehrenamtlich um die Flüchtlinge in Hausham kümmert. Die leben nämlich in den sieben Wohnungen des Hauses, das das Landratsamt von der Wohnen, Bauen, Grund (WBG) angemietet hat. Das Müllproblem ist Klante bereits bekannt, sagt er. „Da liegt sogar ein Sofa vor der Hütte. Das geht nicht.“ Bis Ende der Woche werde er sich um die Bereinigung kümmern.

Gemeinde hat Verdacht: Kippen Bürger einfach ihren Müll dort ab?

Wer für die unschöne Möbelansammlung verantwortlich ist, weiß Klante nicht. Er geht aber von zwei Verursachern aus. Zum einen komme es immer wieder vor, dass Haushamer Bürger sich vor Asylbewerberunterkünften ihres alten Hausrats entledigen würden. Das sei meist als gut gemeinte Spende gedacht, werde manchmal aber leider auch als kostenlose Entsorgungsmöglichkeit genutzt. 

Auch Asylbewerber selbst könnten ihren Abfall abstellen

Zum anderen würden auch die Asylbewerber selbst hin und wieder nicht mehr benötigte Dinge vor der Haustüre abstellen. „Die haben einfach ein anderes Verständnis von Abfall als wir“, erklärt Klante.

Was die wilden Spenden anbelangt, hat die Gemeinde bereits Maßnahmen ergriffen. Der Bauhof kümmere sich in solchen Fällen um die Entsorgung – kostenlos, wie Bürgermeister Jens Zangenfeind betont. Dennoch appelliert er an die Bürger, sich vor Spenden zuerst mit den Asylhelfern abzustimmen. Das Lager, das die Gemeinde zu Beginn der Flüchtlingswelle in einem früheren Bergwerksgebäude an der Brentenstraße eingerichtet habe, werde geräumt. Neue Gegenstände könnten nicht mehr angenommen werden. Sie werden nicht mehr gebraucht, sagt Zangenfeind. „Die Asylbewerber haben sich eingerichtet.“

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