56-Jährigem droht Ungemach

Führerscheine in Gefahr: Knapp 400 Fahrschüler sitzen Betrüger auf - Polizei informiert über Folgen

Auch im April kommen auf Verbraucher wieder viele Änderungen zu. So beispielsweise beim Führerschein. (Symbolbild)
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Nachdem sie es mit einem Betrüger zu tun bekamen, müssen zahlreiche Fahrschüler jetzt reagieren (Symbolbild).

Unverschuldet sind knapp 400 Fahrschüler in Oberfranken Teil einer Kriminalgeschichte geworden. Sie dürfen ihren Führerschein jedoch behalten - wenn sie jetzt richtig reagieren.

Selb - Wenn sie das vorher gewusst hätten: Fast 400 Fahrschüler haben ihren Erste-Hilfe-Kurs in Oberfranken bei einem Betrüger absolviert - und müssen ihn jetzt wiederholen. Am Mittwoch (21. Juli) hat die Polizei über die Hintergründe aufgeklärt.

Der 56 Jahre alte Verdächtige habe zwar eine Lizenz für Kurse gehabt, diese sei jedoch seit gut eineinhalb Jahren abgelaufen, hieß es vonseiten der Beamten. Zudem pikant: Die Schulungen habe er im Namen einer Organisation angeboten, bei der er seit Anfang 2017 nicht mehr arbeiten durfte.

Oberfranken: Fahrschüler machen Erste-Hilfe-Kurs bei Betrüger - und haben jetzt Nachholbedarf

Bereits im April des Jahres 2021 wurde der Mann aus Selb (Landkreis Wunsiedel) angezeigt. Er muss sich jetzt wegen Betrugs und Urkundenfälschung in mehreren Hundert Fällen verantworten.

Was die knapp 400 Betroffenen vorrangig interessieren dürfte: Um ihre Führerscheine (Vorsicht, auch ihr Dokument könnte bald ungültig werden) behalten zu können, müssen sie laut Polizei nun einen „richtigen“ Erste-Hilfe-Kurs nachholen. (dpa/lks)

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