Dritte Sichtung in drei Monaten

Wölfe in Bayern: Sind es jetzt schon drei?

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Ein Gentest hat's bewiesen: Diese beiden Wölfe aus Oberstdorf (links) und Dorfen (rechts) sind zwei unterschiedliche Tiere.

Oberstdorf - Jetzt ist es offiziell: Nicht einer, sondern zwei Wölfe schleichen durch Bayerns Wälder. Das hat das Landesamt für Umwelt per Genanalyse festgestellt. Und es werden mehr, ist sich ein Experte sicher.

Vor zwei Monaten hatte ein Wolf im Landkreis Erding nahe der Gemeinde Isen für Aufregung gesorgt. Mehrere Anwohner haben ihn gesehen, einige sogar fotografiert. Ende Mai hat es dann eine weitere Wolfssichtung gegeben, diesmal auf der anderen Seite Südbayerns: im Süden Oberstdorfs, nahe der Grenze zu Tirol und Vorarlberg. Und im März hat ein Wolf einen Hirsch im Landkreis Rosenheim gerissen. Das sind drei Wolfkontakte in drei Monaten.

Aber sind es auch drei Wölfe? Eine Genanalyse des Landesamtes für Umwelt hat ergeben: Bei dem Wolf, der nähe Oberstdorf in Schwaben gesichtet wurde, handelt es sich um ein Männchen, das gut eine Woche zuvor bei Lech im österreichischen Vorarlberg nachgewiesen wurde. Das heißt gleichzeitig, dass es sich bei dem Wahlschwaben nicht um dasselbe Tier handelt, das Ende März im Inntal zwischen Oberaudorf und Brannenburg im Landkreis Rosenheim nachgewiesen wurde.

Das bedeutet: Mindestens zwei Wölfe streunen im Moment durch Bayerns Wälder  - vielleicht sogar drei, wenn sich herausstellen sollte, dass der Isener und der Rosenheimer Wolf ebenfalls zwei verschiedene Tiere sind. Das Umweltamt will weiter forschen.

kmm

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