Web-Star durch Imagefilm

Obststandl-Didi: So ging die Geschichte weiter 

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Obststandl-Didi.

München - Obststandl-Didi wurde vor einigen Monaten zum Internet-Star. Die tz hat nachgefragt, wie sich die Geschichte entwickelt hat.

Herr Schweiger, vor einigen Monaten haben Sie mit einem herrlich schrägen Imagefilm für Aufsehen gesorgt: Als Obststandl-Didi wurden Sie damit ein richtiger Internet-Star. Der Streifen wurde für einen Videopreis eingereicht. Und wia schaut’s aus, wie stehen die Chancen?

Didi Schweiger: Großartig schaut’s aus, das hat eine richtige Dynamik entwickelt. Der Film ist mittlerweile mehr als 200 000-mal angeklickt worden. Überall sprechen mich die Leut drauf an, auch viele ältere Münchner, die das im Internet gesehen haben. Letzten Samstag erst wieder beim Bummel über die Auer Dult sind viele zu mir gekommen, auch der Mandelhansi vom Mandelstand hat gsagt, dass es ihm gfallen hat. Eine Riesen-Gschicht.

Die Produzenten, eine renommierte Agentur, haben Sie und Ihren Stand porträtiert und Sie dabei in wunderbarer Ironie mit Marketing-Fachbegriffen als CEO, Sales Manager und Acqusition Executive bezeichnet, dazu Werbeworthülsen wie „Kernkompetenz“, „Innovationslösungen“ und „Synergieeffekte“ eingestreut …

Didi: Das war ja genau das Witzige. Mich und mein kleines Standl mit diesen neudeutschen Begriffen in Verbindung zu bringen, die man sonst nur aus Werbespots von Großkonzernen kennt. Das war eine Riesen-Gaudi. Jetzt haben die Filmemacher den Streifen eben beim Webvideopreis 2014 eingereicht, und Sie werden’s nicht glauben: Aus 7000 vorgeschlagenen Filmen hat die Jury meinen Streifen als einen von 78 Kandidaten für die Endabstimmung ausgewählt. Zusammen mit riesigen Unternehmen wie zum Beispiel Mercedes, Ford, der Telekom, dem Bayerischen Tourismusverband. Und mittendrin der Obststandl-Didi. Der Wahnsinn.

Glückwunsch. Und wie geht’s jetzt weiter?

Didi: Auf der Homepage von www.webvideopreis.de können die Leute noch bis zum 21. Mai meinen Film anschauen und abstimmen. Drum hoffe ich, dass ganz viele für mich stimmen.

Besser gesagt: Die User müssen für Sie voten. So heißt das heutzutage. Auf Neudeutsch.

Didi: Recht hams.

Und wenn Sie gewinnen? Was passiert dann?

Didi: Des wär a Schau. Am 24. Mai ist Preisverleihung in Düsseldorf. Wenn der Film wirklich Erster wird, dann zieh ich mir die Lederhosn an und fahr da hin. Das wär das erste Mal in 30 Jahren, dass ich mein Standl zusperren würd. Aber das wär’s mir wert.

Florian Kinast

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