"Ötzi"-Fund: Nürnberger Familie bekommt 175.000 Euro Finderlohn

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Nahaufnahme des Kopfes der 5 300 Jahre alten Gletscherleiche "Ötzi" im Archäologischen Museum in Bozen

Nürnberg - Vor knapp 19 Jahren ist die Gletschermumie “Ötzi“ entdeckt worden, doch erst jetzt ist der Streit um den Finderlohn beigelegt worden.

175.000 Euro soll die Nürnberger Familie Simon von der Landesregierung Südtirol erhalten. Darauf habe er sich mit Landeshauptmann Alois Durnwalder verständigt, teilte Georg Rudolph, der Anwalt der Familie, am Montag mit.

Bereits vor einem Jahr hatte die Landesregierung den Simons 150 000 Euro in Aussicht gestellt, doch die Einigung platzte. Nun sei die Abfindungsvereinbarung in trockenen Tüchern, versicherte Rudolph.

Erika und ihr inzwischen verstorbener Mann Helmut Simon hatten “Ötzi“ im September 1991 beim Wandern entdeckt. Ursprünglich wollte Südtirol den Nürnberger Urlaubern nur nur 50 000 Euro für den Sensationsfund zahlen. Auch zwei langjährige Prozesse brachten kein Ergebnis. Nach Angaben von Anwalt Rudolph muss die Südtiroler Landesregierung nun auch mehr als 48 000 Euro Prozesskosten schultern.

dpa

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