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Olympia 2018: Wie groß ist die Rückendeckung?

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Sie spüren Aufwind (v. l.): Jürgen Weber, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Deutschen Lufthansa, Willy Bogner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bewerbungsgesellschaft, Christian Ude, Oberbürgermeister der bayerischen Landeshauptstadt München und Thomas Bach, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes.

Garmisch-Partenkirchen - Wie groß ist aktuell die Unterstützung für Olympia 2018 in Garmisch-Partenkirchen?

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Nur 57 Prozent, wie eine Umfrage der Fakultät für Tourismus an der Hochschule München unter 319 Personen mit Erstwohnsitz im Markt Mitte November 2009 ergeben und die Professor Thomas Bausch vergangene Woche veröffentlicht hat? Deutlich geringer, wie der Bund Naturschutz in Bayern (BN) am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in München betont hat? Deutlich größer, wie die Bewerbungsgesellschaft München 2018 meint?

Um diese Frage zu klären, wird die Gesellschaft in den nächsten zwei Monaten eine repräsentative Studie nur für Garmisch-Partenkirchen in Auftrag geben. Das kündigte Geschäftsführer Richard Adam gestern am Rande einer Pressekonferenz am Flughafen in München an.

Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) ist überzeugt: Der angebliche Gegenwind entspreche nicht der Realität. „Es gibt nur einige, wenige Windmaschinen, die versuchen, Wind zu machen.“ Er spüre viel Rückenwind, keinen Gegenwind. Mit der Umfrage von Bausch, der in Garmisch-Partenkirchen lebt, ging Ude erneut hart ins Gericht: „Es ist entscheidend, wann die gemacht wird.“ Zu der Zeit habe die CSU vor Ort einen Bürgerentscheid angedroht, die Diskussionen hätten den Höhepunkt erreicht. Offenbar sei die Studie aber so ehrenamtlich angelegt gewesen, dass es Monate bis zur Veröffentlichung gedauert habe. Wahlumfragen würden unter diesen Umständen gar nicht veröffentlicht, wetterte der Oberbürgermeister.

Für Willy Bogner, den Chef der Bewerbungsgesellschaft, zeichnet sich indes ab, dass das Mediendorf für die Spiele 2018 nicht auf den Wiesen an der St.-Martin-Straße gebaut werden soll. Stattdessen sollen die rund 3700 Journalisten im Markt verteilt werden. Damit würde die Gesellschaft dem Vorschlag der örtlichen Interessensgemeinschaft mit neun Vereinen und Verbänden folgen. „Was das olympische Dorf angeht, suchen wir aber weiter nach Alternativen“, sagte Bogner. Die Golfanlage in Burgrain, die die Interessensgemeinschaft ins Spiel brachte, sei für ihn nicht der ideale Standort. Bogners Blick richtet sich wieder stärker auf die ursprünglich geplanten Flächen am Olympia-Eissportzentrum. Dort stocken die Gespräche. Klar sei aber auch: Je weniger Flächen zur Verfügung stehen, desto höher müsse das Dorf gebaut werden. „Wir würden ja gerne ein bayerisches Dorf bauen.“

Willy Bogner rief die Vertreter des Marktes auch dazu auf, bei den Leuten stärker für die Spiele zu werben: „Wir sind nur eine Service-Organisation, die dürfen nicht auf Tauchstation gehen.“

Anlass für die Pressekonferenz war die Vorstellung des fünften nationalen Sponsors: die Lufthansa. Sie wird sich mit etwa drei Millionen Euro engagieren. Mehr als die Hälfte des veranschlagten Bewerbungsbudgets von fast 30 Millionen Euro kann die Bewerbungsgesellschaft von Förderern jetzt verbuchen. So sinkt das Risiko der Gesellschafter und damit von Garmisch-Partenkirchen, schon für die Bewerbung Geld ausgeben zu müssen. (matt)

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