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Olympia-Bürgerentscheid am 8. Mai

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Bürgermeister Thomas Schmid erfreut: Jetzt hat der Bürger das Wort. © Sehr

Garmisch-Partenkirchen - Die Bürger von Garmisch-Partenkirchen dürfen am Sonntag, 8. Mai, über Olympia 2018 abstimmen.

Beide Bürgerbegehren, das der Befürworter von OlympJa und das der Gegner von Nolympia, erklärte der Gemeinderat am Mittwoch in trauter Einigkeit für zulässig. Welcher Bürgerentscheid dann gewinnt, falls beide das Quorum von 20 Prozent der Wahlberechtigten erfüllen und die Fragestellung mehrheitlich mit „Ja“ beantwortet wird, soll eine Stichfrage klären.

Während die Garmisch-Partenkirchner Gemeindeverwaltung das Begehren pro Winterspiele ohne große Probleme durchwirkte, verlief die Prüfung der Gruppierung um Contra-Frontmann Axel Doering um einiges intensiver. Höchste Stellen waren damit befasst. Zuerst musste das Gegner-Begehren die bayerische Staatskanzlei passieren, anschließend das Innenministerium. „in keinem Punkt gab es Beanstandungen“, sagt Florian Nöhbauer, der Pressesprecher des Marktes.

So schön sind die deutschen Olympia-Damen

„Ich bin froh, dass es soweit gekommen ist“, sagt Peter Fischer, der Frontmann der Olympia-Unterstützer, die bis Dienstag 2819 gültige Unterschriften eingereicht hatten. Die Gruppierung des Bündnisses Nolympia hatte es auf 2430 gebracht und damit die geforderte Zahl der 1694 Unterschriften ebenfalls klar übertroffen. „Wir wollten ein Zeichen so früh wie möglich haben“, betont Fischer. Natürlich drängt die Zeit, da am 6. Juli in Durban (Südafrika) das Internationale Olympische Komitee über den Zuschlag für 2018 entscheidet.

Für die Einstimmigkeit des Gemeinderats fand auch Doering lobende Worte, an der Fragestellung des Pro-Olympia-Bürgerentscheids, die er als „Meinungsäußerung“ bezeichnete, übte er jedoch Kritik. Er kündigte Gespräche mit „unseren Rechtsanwälten“ an. Er werde sich mit seinen Mitstreitern bemühen, „seine Fakten unter die Leute zu bringen“. Gleiches will Fischer mit Info-Veranstaltungen tun. „Aber wir werden keinen Wahlkampf führen.“

Von Peter Reinbold

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