Betrüger geschnappt

Paar erbeutet 250.000 Euro mit gefälschten Uhren

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Diese zwölf Plagiate von Luxus-Uhren stellte die Polizei bei den Betrügern sicher.

Ingolstadt - Er gab sich als Generalkonsul, Bankvorstand oder Prinz aus. Mit einem Trickbetrug und der Hilfe seiner Freundin machte er dicken Reibach mit Luxusuhren.

Zehn Monate lang hatte das Pärchen in Juweliergeschäften in ganz Europa immer wieder erfolg mit der gleichen Masche. Nach einem Coup in Ingolstadt sind die beiden jetzt aufgeflogen.

Sie betraten den Juwelierladen in der Ingolstädter Innenstad kurz nacheinander. Bei verschiedenen Verkäufern erkundigten sie sich über spezielle Luxusuhren. Er gab sich als Manager aus und wollte eine Rolex, Modell Yacht Master II, im Wert von rund 20.000 Euro kaufen - und mit Dollarscheinen bezahlen. Erwartungsgemäß nahm der Verkäufer die Währung nicht an. Mit der Zusage, das Geld in Euro wechseln und gleich zurückkommen zu wollen, ging er. Seine Partnerin tat es ihm wenig später gleich, ohne etwas gekauft zu haben.

Zu diesem Zeitpunkt hatten die beiden die teure Rolex aus dem Geschäft längst in der Tasche. Beim Juwelier lag stattdessen ein täuschend echt aussehendes Plagiat aus Asien in der Vitrine.

Als die potenziellen Kunden auch nach einiger Zeit nicht zurück kamen, schöpfte der Verkäufer Verdacht. Bei genauem Hinsehen flog der Schwindel auf.

Eine Warnmeldung mit Bildern der Überwachungskamera informierte die ganze Branchen. Das wurde den Betrügern wenig später zum Verhängnis: Ein Juwelier in Fürth erkannte seine „Kundin“ als die gesuchte Frau und verständigte die Polizei. Diese nahm die 25-jährige Slowakin fest.

Die junge Frau gestand die Taten und sagte aus, gemeinsam mit ihrem Freund auf Beutezug gewesen zu sein. Der 42-Jährige ging Rosenheimer Schleierfahndern am Dienstag ins Netz. Sie kontrollierten den Mann in einem Zug von München nach Italien.

Zwölf Plagiate stellte die Polizei sicher, außerdem rund 4500 Euro Bargeld. Die Polizei geht davon aus, dass das Paar bei den Trickdiebstählen in ganz Europa Uhren im Wert von mindestens 250.000 Euro ausgetauscht hat. Die Plagiate stammten aus Asien und waren oft perfekt nachgeahmt. Die beiden sitzen in Untersuchungshaft.

mcf

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