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Partnachklamm in Garmischs Kurhaus

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Marketing-Coup: Die wilde Partnachklamm wird nachgebaut © Götzfried

Garmisch-Partenkirchen - Die alpine Ski-WM am Fuße der Zugspitze – sie soll als Gipfel der guten Ideen in die Garmischer Geschichte eingehen. Ein weiterer Beweis: Die Partnachklamm kommt ins Kurhaus.

Die Macher wollen die Besucher nicht nur mit packendem Brettl-Sport, sondern auch mit vielen Gratis-Erlebnissen begeistern. Ein Plan klingt besonders spektakulär: „Wir bauen die Partnachklamm in unserem Kur- und Kongresshaus nach“, verrät Tourismus-Direktor Peter Nagel, „als Vorgeschmack auf dieses wildromantische Naturschaupiel – damit unsere Wintergäste auch mal im Sommer wiederkommen.“

Vor dem Klamm-Konzept hatten die Werdenfelser bereits mit einer Art Christo-Coup für Furore gesorgt. Sie wollen ihr antiquiertes Kurhaus während der WM verhüllen. Ähnlich wie einst der Berliner Reichstag – nur passend zu Garmisch mit bedruckten Planen, die ein Panoramafoto der Zugspitze ziert.

Nun also auch noch Wildwasser als Indoor-Erlebnis. Ein Spezial-Messebauer aus dem hessischen Bad Homburg soll den Eingangsbereich entsprechend gestalten. Mit Steinen, Kunststoff, Licht und Technik. Wie das genau ausschaut, soll bis zur WM-Eröffnung ein gut gehütetes Geheimnis bleiben. Nur soviel verriet Klamm-Designer Thomas Alles: „Es wird schön werden.“

Durch die Klamm-Animation werde jeder Besucher gratis ins Kurhaus gelangen, erläutert Tourismus-Direktor Nagel: „Innendrin öffnet sich dann eine Sommer-Erlebnislandschaft.“ Kunstrasen soll an Almwiesen erinnern, außerdem schleppen die Kons­trukteure rund 300 Sandsäcke ins Foyer. Daraus modellieren sie dann ein Bett für einen Gebirgsbach von der Quelle bis zum Wasserfall. Sitzgelegenheiten aus Stein und grobem Holz sowie geschnitzte Skulpturen von Tieren runden das Szenario ab.

Die Organisatoren der Ski-WM halten die Kreativität der Tourismus-Verwaltung – in der Vergangenheit selbst von Einheimischen gerne mal als träge Behörden kritisiert – schon jetzt für weltmeisterlich. WM-Sprecher Gerd Rubenbauer zur tz: „Sie haben klasse Ideen! Das zeigt, wie man sich als Ort auch ohne Millionen gut vermarkten kann. Davon profitieren alle – wir Garmischer und unsere Gäste.“

Andreas Beez

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