Randale bei "Hali-Galli-Party"

Party eskaliert: Verletzte bei Schlägereien

Ohlstadt - Völlig aus dem Ruder gelaufen ist in der Nacht auf Samstag eine Party am Ohlstädter Sportplatz-Gelände. Es kam zu zwei schweren Schlägereien mit Verletzten.

Die so genannten „Halli-Galli-Party“, die jedes Jahr der Ohlstädter Fußballförderverein am Sportplatz veranstaltet, gilt als legendär. Entsprechend groß war auch heuer wieder der Andrang. Die Murnauer Polizei spricht von einer Gästezahl im „sehr hohen dreistelligen Bereich“. Die Veranstalter hatten Vorkehrungen getroffen und einen Sicherheitsdienst beauftragt. So gab es am Eingang Ausweiskontrollen, und das Gelände war mit einem Sicherheitszaun abgeriegelt.

Trotzdem eskalierte in den Morgenstunden die Situation im Umfeld der Fete: Es kam bei mindestens zwei Schlägereien zu mitunter schweren Körperverletzungen. Die genauen Einzelheiten der Zwischenfälle sind noch nicht bekannt. Die Polizei (Telefon 0 88 41/61 76 0) hat die Ermittlungen aufgenommen und hofft auf Zeugenhinweise. Fest steht: Ein 18-jähriger junger Mann aus Obersöchering trug bei der ersten Auseinandersetzung vermutlich gegen 2.45 Uhr eine gebrochene Nase davon. „Weitere Beteiligte beziehungsweise Kontrahenten hierzu sind bis dato nicht bekannt“, berichten die Ordnungshüter.

Noch heftiger ging es bei einer zweiten Rauferei zu, zu der es vermutlich gegen 4 Uhr kam. Ein 29-jähriger Seehauser schlug angeblich einer 18-jährigen Ohlstädterin ins Gesicht, die sich eine leichte Schwellung an der Wange zuzog. Ihr 24-jähriger Freund, ebenfalls ein Ohlstädter, soll daraufhin dem 29-Jährigen ins Gesicht geboxt haben, worauf dieser bewusstlos zu Boden ging. Er wurde wegen des Verdachts auf Überzuckerung und mit leichten Verletzungen in die Murnauer Unfallklinik gebracht. Warum die Fäuste flogen, ist unklar. Vermutlich waren Bier, Schnaps & Co. daran schuld. Jedenfalls waren alle Beteiligten „erheblich alkoholisiert“, berichtet die Polizei.

Überhaupt: Der Rettungsdienst hatte in einem Sanitätszelt vor Ort alle Hände voll zu tun. Einige „Alkoholleichen“ mussten zur Ausnüchterung unter ärztlicher Aufsicht in die Unfallklinik gebracht werden. Dort waren in der Nacht die Aufnahmekapazitäten beinahe ausgeschöpft. Auch auf den Straßen waren Betrunkene unterwegs.

(as)

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