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„Mögliches Bedrohungsszenario“: Gewalttat per Telefon angekündigt - Polizei sucht nach Amok-Drohanrufer

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Von: Marion Neumann

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Das Wappen der bayerischen Polizei ist vor einem Blaulicht zu sehen.
In Passau läuft ein größerer Polizeieinsatz. Die Rede ist von einem „möglichen Bedrohungsszenario“. (Symbolbild) © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

In Passau lief ein Großeinsatz der Polizei. Die Rede war von einem „möglichen Bedrohungsszenario“. Offenbar wurde vor Examensprüfungen eine Gewalttat angekündigt.

Update vom 20. Oktober, 14.16 Uhr: Nach einer Amok-Drohung vor Staatsexamensprüfungen in Passau sucht die Polizei mit einer Audio-Aufnahme nach dem Anrufer. Der Einsatz zum Schutz der Studenten in der Dreiländerhalle Anfang September sei mit „nicht unerheblichen Kosten“ verbunden gewesen, teilte die Polizei am Dienstag mit. Die bisherigen Ermittlungen seien erfolglos verlaufen. Die Polizei veröffentlichte daher den Audio-Mitschnitt des Anrufs beim Polizeinotruf.

Ein anonymer Anrufer hatte am frühen Morgen des ersten Prüfungstages für das juristische Staatsexamen von einer Telefonsäule aus gemeldet, dass ein Freund, der zuvor durch die Prüfungen gefallen war, eine Gewalttat verüben werde. Die Polizei sicherte daraufhin die Dreiländerhalle an mehreren Prüfungstagen und kontrollierte die Studenten an den Eingängen. Zu Zwischenfällen kam es nicht.

Update, 8. September, 11.58 Uhr: Wie nun bekannt wurde, hat ein Mann vor den Examensprüfungen in der Dreiländerhalle in Passau mit einem Amoklauf gedroht. Die Polizei sicherte deshalb mit zahlreichen Beamten die Veranstaltungshalle (siehe Erstmeldung), in der die Prüfung stattfand. Zuvor seien alle Studenten durchsucht worden, dabei sei niemand aufgefallen, sagte ein Polizeisprecher.

Bei dem Examen handelt es sich um eine Jura-Prüfung, die aufgrund des Vorfalls leicht verspätet startete. Der Anrufer setzte seine Drohung am frühen Morgen per Notruf ab. Die Kriminalpolizei versuchte, den Anrufer ausfindig zu machen. Genauere Details sind noch nicht bekannt.

Die Meldung der Polizei im Wortlaut:

Seit den frühen Morgenstunden läuft in Passau ein größerer Polizeieinsatz anlässlich eines möglichen Bedrohungsszenarios im Zusammenhang mit den heute stattfindenden Examensprüfungen der Universität Passau in der Dreiländerhalle. Die Polizei ist mit starken Kräften vor Ort und führt an der Dreiländerhalle umfangreiche Personenkontrollen durch. Der Prüfungsbetrieb läuft derzeit mit nur leichten Verzögerungen planmäßig weiter. Neben zahlreichen Einsatzkräften aus Passau befinden sich auch Unterstützungskräfte der Bereitschaftspolizei im Einsatz. Die Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Passau haben die Ermittlungen aufgenommen. Sobald neue, relevante Erkenntnisse vorliegen wird unverzüglich nachberichtet.

„Mögliches Bedrohungsszenario“: Polizei rückt in Passau zu Großeinsatz aus - Gewalttat per Telefon angekündigt

Erstmeldung vom 8. September, 11.30 Uhr:

Passau - In Passau* läuft aktuell ein größerer Polizeieinsatz. Seit Dienstagmorgen (8. September) ist die Polizei mit zahlreichen Einsatzkräften an der Passauer Dreiländerhalle vor Ort, wo Prüfungen stattfinden sollten.

Passau: Polizei rückt in Passau zu Großeinsatz aus - Gewalttat vor Examensprüfungen per Telefon angekündigt 

Laut Informationen der PNP spricht die Polizei von einem „möglichen Bedrohungsszenario im Zusammenhang mit Examensprüfungen“. Die Polizeikräfte führen deshalb an der Dreiländerhalle, bei der es sich um eine Mehrzweck-Veranstaltungshalle im Passauer Ortsteil Kohlbruck handelt, umfangreiche Personenkontrollen durch. Neben Polizisten aus Passau* sind derzeit auch Unterstützungskräfte der Bereitschaftspolizei im Einsatz.

Offenbar war im Vorfeld der Prüfungen per Telefon eine Gewalttat angekündigt worden, so die PNP weiter. Es solle sich dabei allerdings nicht um eine Bombendrohung gehandelt haben. Die Kripo und die Staatsanwaltschaft Passau haben die Ermittlungen aufgenommen. (nema)

Weitere Informationen folgen.

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