Millionenschweres Problem

Passau schickt Münzen nach Regensburg

Passau - Kostenlose Parkplätze sind auch in Passau Mangelware. Also füttern die Autofahrer brav die Parkuhren. Das bringt der Drei-Flüsse-Stadt zwar erkleckliche Einnahmen, aber auch ein gewichtiges Problem:

Inzwischen nimmt nämlich keine Bank in Passau das ganze Münzgeld (etwa 1,5 Millionen Euro im Jahr) mehr an. Es muss darum aufwendig ins 120 Kilometer entfernte Regensburg transportiert werden.

Das sei aber trotzdem eine günstige Lösung, betont Ordnungsreferent Josef Zacher gegenüber der PNP: „Die Firma ist ihr Geld wert.“ Denn mit städtischen Angestellten sei diese Arbeit nicht besser und nicht günstiger zu bewerkstelligen. Es sind ordentliche Mengen, die da bewältigt werden müssen: In Passau stehen im Stadtgebiet 48 Parkautomaten, und die werden rund 200-mal im Monat geleert.

Früher wurde das Geld in der Stadt eingezahlt. Bis 1993 nahm die Sparkasse Passau die Parkgroschen an, bis 2007 dann die Deutsche Bundesbank. Dann wurde deren Zweigstelle aufgelöst und es gab in Passau keine Bank mehr, welche mit der Masse der Münzen fertig geworden wäre.

Also wurde eine Fremdfirma gesucht und gefunden, die nun die Münzen nach Regensburg transportiert, wo sie in einer Bank gezählt und der Stadtkasse von Passau gutgeschrieben werden. Das kostet zwar 42.000 Euro, aber dafür hat die Stadt keinen Aufwand. Denn den Transport nach Regensburg könnte sich die Stadt nicht sparen, und billiger könnten es die städtischen Mitarbeiter auch nicht erledigen. Die Transportfirma dagegen ist sowieso immer wieder zwischen den beiden Städten unterwegs, da sie auch Münzgeld aus Kaufhäusern nach Regensburg transportieren muss. Die haben die gleichen Hartgeldprobleme wie die Stadt Passau.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

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