Ihre Mutter ist im Studio

Peggy: Jetzt sucht "Aktenzeichen XY"

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Wo ist Peggy? Am 9. Mai 2001 verschwand die damals Neunjährige. Jetzt sucht Aktenzeichen XY nach Spuren. Links ein Foto aus der Sendung.

München/Lichtenberg - In "Aktenzeichen XY" wird diese Woche der Fall der vermissten Peggy erneut aufgerollt. 14 Jahre nach ihrem Verschwinden!

Bringt das jetzt noch was? Diese Frage werden sich bestimmt etliche Fernsehzuschauer stellen, die morgen im ZDF die Sendung Aktenzeichen XY anschauen. Da wird nämlich der Fall der seit 7. Mai 2001 vermissten Peggy aus Lichtenberg (Oberfranken) erneut aufgerollt. 14 Jahre nach ihrem Verschwinden!

Warum jetzt? Dafür gebe es mehrere Gründe, sagt Ina-Maria Reizel, Chefredakteurin der Sendung, im Gespräch mit der tz. Nachdem der ursprünglich wegen des Mordes an Peggy verurteilte Ulvi K. in einem Wiederaufnahmeverfahren im vergangenen Jahr freigesprochen wurde, sei der Fall quasi wieder auf Null gestellt worden. Den Fall Peggy zu zeigen, „war eine Entscheidung der Polizei“. Dass die Sendung am Mittwoch läuft, ist eher Zufall. Aktenzeichen XY zeigt einmal im Jahr eine Sondersendung über verschwundene Kinder, „das war der erstmögliche Termin“.

Dass das Verschwinden bereits 14 Jahre zurückliegt, mindert nicht die Hoffnung auf einen Erfolg. „Wir sind bei Altfällen erstaunlich erfolgreich“, sagt Ina-Maria Reizel. Die Polizei setze darauf, dass es Menschen gibt, die etwas wissen oder ahnen „und die das jetzt preisgeben wollen“. Möglicherweise, weil sie ihr Gewissen erleichtern wollen, oder weil sich soziale Bindungen und Beziehungen zu einer Person verändert haben, die man im Verdacht habe.

In der Sendung wird der Fall Peggy in einem zehnminütigen Beitrag vorgestellt. Peggys Mutter Susanne wird live im Studio sein.

Volker Pfau

„Aktenzeichen XY“

Mi., 20.15 Uhr, ZDF

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