Bagger in Lichtenberg rückt ab

Peggy: Jetzt warten alle aufs Labor

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Peggy verschwand spurlos, als sie neun Jahre alt war

Lichtenberg - Die massive Suchaktion im Fall Peggy, die am Montag völlig überraschend auf Geheiß der Staatsanwaltschaft Bayreuth angelaufen war, wirft etliche Fragen auf.

Der Bagger rollte am Donnerstag langsam vom Gelände des Lichtenberger Hauses am Marktplatz, doch im Keller wurde weiter gearbeitet. Das THW meißelte den Kellerboden auf – gibt es noch weitere Spuren, die einen Hinweis geben könnten auf den Verbleib der seit zwölf Jahren verschollenen Peggy?

Die massive Suchaktion, die am Montag völlig überraschend auf Geheiß der Staatsanwaltschaft Bayreuth angelaufen war, wirft etliche Fragen auf. Eine davon, die die Kiebitze am Sichtzaun mit am meisten beschäftigt: Wer war der Hinweisgeber, der das Anwesen von Frührentner Hans H. (66, Name geändert) in den Fokus der Ermittlungen rückte? Dessen Tipp so weit geht, dass ein Riesenaufgebot angerückt ist? Einige kombinieren messerscharf: „Des war bestimmt aana, der vieles wissen muss.“

Hans H., der im Jahr 2008 wegen schweren sexuellen Missbrauchs von zwei Mädchen eine Haftstrafe verbüßen musste, war vor Bekanntwerden dieser Vorwürfe verheiratet gewesen. Noch im Prozess hielt seine Ehefrau zwar fest zu ihm, doch später reichte sie die Scheidung ein. Im Zuge der Grabungen wurden auch mehrere Objekte durchsucht, darunter ein Lagerschuppen in Thüringen, die Wohnung der Schwiegertochter von Hans H. in Mittelfranken. Zudem will die Staatsanwaltschaft in Richtung Halle ermitteln, wo ein Mann lebe, der Peggy gekannt haben könnte.

In Lichtenberg fanden die Ermittler in einer alten Sickergrube Knochenteile. Nun warten alle auf die Ergebnisse aus dem Labor, doch erst in gut einer Woche wird klar sein, ob es sich überhaupt um menschliche Knochen handelt. Sie könnten schließlich auch von einem Tier stammen. Oder aus einem Friedhof sein, den es früher hier neben der Kirche gegeben hat.

Und selbst wenn es sich um sterbliche Überreste von Peggy handeln sollte, ist damit auch noch kein Mord bewiesen. „Sie könnte ja beim Spielen hineingefallen sein, gibt der Bayreuther Oberstaatsanwalt Ernst Schmalz zu bedenken. „Der Innenhof ist damals öffentlich zugänglich gewesen.“

tz

 

Hier sucht die Polizei nach Peggys Leiche

Peggy
Leichenspürhund Marc (6) wird am Mittwoch zur Suche nach der Leiche des Mädchens Peggy in den Hinterhof des Anwesens geführt. © dpa
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Dieses Loch baggerte die Polizei im Hinterhof des Hauses, um nach Peggys Überresten zu suchen. © dpa
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Ein Polizeibeamter leuchtet am Mittwoch mit einer Taschenlampe in ein Kellerloch des Hauses in Lichtenberg, in dem nach der Leiche des Mädchens Peggy gesucht wird. © dpa
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Ein Kameramann filmt hinter Absperrbändern der Polizei © dpa
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Oberstaatsanwalt Ernst Schmalz gibt eine Pressekonferenz zu den vorläufigen Ergebnissen der Suche nach der Leiche des Mädchens. © dpa
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Das Medieninteresse am Fall ist enorm. © dpa
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Zwei Polizisten bewachen den Hauseingang in Lichtenberg in dem die Spurensicherung nach der Leiche des Mädchens Peggy sucht. © dpa
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Erdal K., Vater des wegen Mordes verurteilten Ulvi K. beobachtet die Suche nach der Leiche des Mädchens. © dpa
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Polizeibeamte verlassen am 22.04.2013 das abgesperrte Gelände nahe der Kirche in Lichtenberg. © dpa
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Pflastersteine in einem Hinterhof in Lichtenberg wurden  für die Suche nach der Leiche des Mädchens Peggy entfernt. © dpa
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Pflastersteine in einem Hinterhof in Lichtenberg wurden für die Suche nach der Leiche des Mädchens Peggy entfernt. © dpa
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Ein Bagger wird  für die Suche nach der Leiche von Peggy vor einen Hinterhof in Lichtenberg gefahren © dpa
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Ein Bagger wird für die Suche nach der Leiche von Peggy vor einen Hinterhof in Lichtenberg gefahren © dpa
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Ein Polizist bewacht einen Hauseingang in Lichtenberg, in dem die Spurensicherung nach der Leiche des Mädchens Peggy sucht. © dpa
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Ein Beamter der Spurensicherung geht durch einen Hinterhof in Lichtenberg, in dem Plastersteine für die Suche nach der Leiche des Mädchens Peggy entfernt © dpa
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Polizeibeamte unterhalten sich hinter einer Sichtabsperrung © dpa
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