Staatsanwalt ermittelt

Pensionierte Lehrerin verschickt Briefe mit Nazi-Parolen

Regensburg - Eine pensionierte Lehrerin hat in Regensburg mehrere Briefe mit rechtsradikalen Parolen verschickt. Jetzt erwartet die Pädagogin eine Anklage in mehreren Punkten.

Die Kriminalpolizei sehe den Fall nach den Einlassungen der etwa 60-Jährigen als geklärt an, sagte ein Sprecher der Regensburger Staatsanwaltschaft am Dienstag auf Anfrage. Die Frau muss sich nun wegen Beleidigung und des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verantworten. Ob dazu eine Anklage wegen Volksverhetzung komme, muss nach Angaben der Staatsanwaltschaft noch geklärt werden. Zuerst hatte der „Bayerische Rundfunk“ über den Fall berichtet und sich dabei auf Recherchen des Internetblogs „Regensburg Digital“ berufen.

Bei der Beschuldigten handelt es sich um eine seit mehreren Jahren pensionierte Lehrerin aus dem Raum Regensburg. Sie soll seit 2014 mehrere Hassbriefe an den Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer, die Jüdische Gemeinde sowie einen SPD-Politiker verschickt haben.

In den Schriftstücken verwendete die Frau antisemitische Sprache, bezeichnete Asylbewerber als „Fressfeinde“ und rief zum Widerstand gegen Zuwanderung auf. Wörtlich soll sie „Deutsche wehrt Euch“ geschrieben haben und den Buchstaben S immer in Form von SS-Runen dargestellt haben.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

auch interessant

Meistgelesen

Keine Rettungsgasse: Feuerwehrlern platzt der Kragen
Keine Rettungsgasse: Feuerwehrlern platzt der Kragen
Sepp Haslinger: Wetterkerze wieder voll daneben
Sepp Haslinger: Wetterkerze wieder voll daneben
So skurril wurde der Balkan-Bandenchef überführt
So skurril wurde der Balkan-Bandenchef überführt
Meridian lässt Unglückszüge von Bad Aibling nachbauen
Meridian lässt Unglückszüge von Bad Aibling nachbauen

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion