Sprugen in Lasagne entdeckt

Pferdefleisch-Skandal erreicht Bayern

München - Der Skandal um falsch deklarierte Lasagne mit Pferdefleisch hat Bayern erreicht. Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen hat in mehreren Proben Spuren von Pferdefleisch in Lasagne entdeckt.

Wie die Behörde am Freitagabend mitteilte, wurden entsprechende DNA-Spuren in fünf von sechs Proben nachgewiesen. Die Proben stammten aus dem bayerischen Zentrallager eines Vertreibers von Tiefkühlprodukten mit Sitz in Nordrhein-Westfalen. Der Hersteller habe die Produkte bereits vorsorglich zurückgenommen, hieß es. Ebenfalls seien Spuren von Pferdefleisch in einem weiteren Produkt festgestellt worden, das auch schon vom Markt genommen wurde.

Bei den Proben handelt es sich um Stichproben von Burgern, Lasagne und weiteren Fleischprodukten aus dem Tiefkühlsortiment der Lebensmittelketten. Das LGL überprüft nach eigenen Angaben regelmäßig bei seinen Lebensmitteluntersuchungen, ob die Angaben auf der Verpackung richtig sind. In den Jahren 2010 bis 2013 wurden am LGL rund 600 Untersuchungen auf nicht deklariertes Pferdefleisch durchgeführt. In keinem Fall wurde Pferdefleisch nachgewiesen.

Unterdessen weitet sich der Pferdefleischskandal immer weiter aus: Mehrere Superarktketten sind mittlerweile betroffen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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