Belohnung von 5000 Euro

Phantombild veröffentlicht: Polizei sucht diese Serien-Bankräuber

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Er soll für eine Serie von fünf Banküberfällen im Münchner Norden verantwortlich sein. Jetzt fahndet die Polizei mit einem Phantombild nach dem mutmaßlichen Täter.

München – Sein letzter Coup ist gerade einmal drei Wochen her. Am 9. Juni gegen 12 Uhr mittags marschierte ein mit einer Strumpfmaske vermummter Mann in die Filiale der „Freisinger Bank“ in Kirchdorf (Kreis Freising). Er bedrohte das Schalterpersonal mit einer Pistole und forderte Bargeld. Doch weil der Safe in der Filiale zeitschlossgesichert ist, blieb sein Beutezug erfolglos. Mit einem dunklen Fluchtwagen machte sich der große, sportliche Mann aus dem Staub.

Während das Bankpersonal schon die Polizei verständigte, zog der erfolglose Bankräuber weiter – und schlug nur kurz darauf in einer Sparkassen-Filiale im wenige Kilometer entfernten Kranzberg zu. Mit derselben Masche – gezogene Waffe, vermummtes Gesicht – war er diesmal erfolgreich. Mit mehreren tausend Euro Bargeld flüchtete er zu Fuß.

Er soll für drei weitere Überfälle verantwortlich sein

Die Ermittlungen der Polizei ergaben, dass es wohl nicht die einzigen Überfälle des Mannes gewesen sind. „Die Ausführung der Tat sowie die Aufnahmen der Überwachungskameras deuten mit hoher Wahrscheinlichkeit darauf hin, dass der Gesuchte für drei weitere Überfälle verantwortlich ist“, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord am Freitag. Die Ermittler vermuten, dass der Mann auch bei drei Banküberfällen in Fahrenzhausen (Kreis Freising) im Juni 2016, in Wiedenzhausen (Kreis Dachau) im September 2016 sowie in Hattenhofen (Kreis Fürstenfeldbruck) im April 2017 der Täter gewesen sein könnte. „Es sieht so aus, als wäre es immer dieselbe Waffe gewesen“, so der Sprecher weiter. Auch habe der Täter die schwarze Pistole immer ähnlich gehalten. Wenn es sich tatsächlich um ein und denselben Täter handelt, dann hat der unbekannte Mann Bargeld in Höhe von insgesamt mehreren zehntausend Euro erbeutet.

Mithilfe der Zeugenaussagen konnte die Polizei nun ein Phantombild erstellen, das am Freitag veröffentlicht wurde. In Kombination mit den Aufnahmen der Überwachungskameras der jeweiligen Bankfilialen erhofft sich die Polizei weitere Hinweise aus der Bevölkerung für die Fahndung.

Auffällig sei gewesen, wie ruhig und abgeklärt sich der Mann bei den Taten verhalten habe, berichtet der Polizeisprecher. „Er zeigte nicht die Nervosität eines Kurzschlusstäters. Der Mann weiß offenbar, was er da macht.“ Andererseits ging der Täter mit der zweiten Tat in Kranzberg ein hohes Risiko ein, schließlich musste er damit rechnen, dass die Polizei schon unterwegs war. Das Bayerische Landeskriminalamt hat eine Belohnung von 5000 Euro ausgesetzt für Hinweise, die zur Aufklärung der Taten führen.

Die Täterbeschreibung:

Der Gesuchte ist vermutlich zwischen 35 und 45 Jahre alt. Er ist auffallend groß, etwa 1,80 bis 1,90 Meter, hat eine schlanke, sportliche Figur und eine Glatze beziehungsweise eine Teilglatze mit seitlichen Stoppelhaaren. Mehrere Zeugen hatten als Fluchtwagen einen dunklen Pkw-Kombi beobachtet. Hinweise an die Kripo Erding unter 0 81 22/ 96 80.

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