Wie Bayerns einziger Hochseereeder seine Ozeanriesen verteidigt

Piraten spritzt man einfach weg

Die Piraten, die gegenwärtig vor der Küste Somalias ihr Unwesen treiben und reihenweise Schiffe kapern, machen Jürgen W. keine Angst.

Denn der 63-Jährige aus Schnaittenbach (Kreis Amberg-Sulzbach) ist Hochseereeder, der einzige in Bayern. 50 Ozeanriesen fahren unter der Flagge seiner Mineralien Schifffahrt Spedition und Transport GmbH. Und er dirigiert sie vom bayerischen Flachland aus, fernab von jedem Hochseehafen.

„Wir sind in der glücklichen Lage, keine Schiffe im Indischen Ozean zu haben“, sagt Ruttmann. Und wenn wirklich einmal etwas passieren sollte, kennt der bayerische Hochseereeder ein altes „Hausmittel“ aus der Bordapotheke. „Wenn sich Angreifer nähern, sind die Feuerwehrschläuche ein durchaus adäquates Abwehrmittel“, verrät er. Kleinere Boote könne man damit jederzeit versenken.

Ruttmann gründete seine Reederei im Jahr 1985. Er war damals Schiffskaufmann und einer seiner Geschäftspartner war der Chef der Amberger Kaolinwerke. Der „Herr der Porzellanerde“ streckte Ruttmann als Startkapital fünf Millionen D-Mark vor – und aus dem gebürtigen Hamburger wurde quasi über Nacht ein Reeder mitten in der steinigen Oberpfalz.

Quelle: tz

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