Im Körper geschmuggelt

Diese Plomben sind voll Heroin: Polizei stellt Dealer

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Jeder der Drogen-Dealer hatte zwei dieser Plomben mit jeweils rund 40 Gramm Heroin im Körper.

Rosenheim - Die Drogenfahnder der Rosenheimer Kripo haben dem Rauschgifthandel einen  Schlag versetzt. Sie schnappten fünf Heroinhändler, die die Drogen teils in ihrem Körper schmuggelten.

Der zuständige Ermittlungsrichter hat gegen die fünf Männer die Untersuchungshaft angeordnet. Das teilt die Polizei mit.

Am 12. Juni nahmen die Fahnder in Zusammenarbeit mit ihren Kollegen aus Augsburg und dem Rauschgifteinsatzkommando des Bayerischen Landeskriminalamtes einen 35-jährigen Mann aus Lesotho an seinem Wohnsitz in Rosenheim fest, als er etwa 50 g Heroin verkaufen wollte. Gegen den amtsbekannten Dealer wurde die Untersuchungshaft angeordnet.

Einschlägig vorbestrafter Dealer

Die Folgeermittlungen führten die Beamten zu einem 43-jährigen Angolaner, ebenfalls aus Rosenheim, in dessen Wohnung weitere rund 100 g Heroin beschlagnahmt werden konnten. Da dieser einschlägig vorbestrafte Drogendealer zunächst flüchtig war, wurde auch gegen ihn Haftbefehl erlassen. Am 1. Juli konnte er schließlich von Beamten der Zivilen Einsatzgruppe Rosenheim in seiner Wohnung dingfest gemacht und in Haft genommen werden.  

Heroin im Körper geschmuggelt

Am Wochenende vom 29./30. Juni legten sich die Rosenheimer Drogenfahnder zusammen mit ihren Kollegen vom Rauschgifteinsatzkommando die ganze Nacht über auf die Lauer, weil sie nach internen Erkenntnissen mit der Rückkehr von drei Drogenhändlern aus dem Landkreis Rosenheim von einer Drogenbeschaffungsfahrt nach Holland rechneten. Der Aufwand und die Mühe wurden belohnt, nachdem die drei Männer im Alter von 44, 38 und 36 Jahren aus Seebruck, Prien und Eggstätt am Sonntag-Mittag auf der B 304 in Zorneding mit ihrem Leihfahrzeug gestoppt und festgenommen werden konnten.

Die Beamten staunten nicht schlecht, als sich schließlich jeder der drei Beschuldigten in den Räumen der Rosenheimer Kriminalpolizei freiwillig und eigenhändig je zwei Plomben mit jeweils rund 40 g Heroin aus dem Enddarm entfernte. Dadurch konnten die Beamten auf diese relativ ungewöhnliche Art und Weise insgesamt rund 240 g Heroin als Beweismittel sicherstellen. Der Initiator der Schmuggelfahrt, der 38-jährige Priener, räumte inzwischen weitere rund 20 Beschaffungsfahrten mit einem Gesamtumfang von etwa 2 kg Heroin nach Holland ein. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Traunstein erließ der Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Rosenheim gegen alle drei Tatbeteiligten Haftbefehle wegen eines Verbrechens der illegalen Einfuhr von Heroin in nicht geringen Mengen. Sie wurden aus Trennungsgründen in verschiedene Haftanstalten eingeliefert.

Wie in den meisten Fällen, so auch jetzt, konnten die Drogenfahnder der Rosenheimer Kripo ihre Erfolge nicht sofort "vermarkten", weil die notwendigen Folgeermittlungen zu den eigentlichen Drahtziehern der illegalen Geschäfte dies aus taktischen Gründen verbieten.

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