Vorsicht vor dem Anrufer

Polizei warnt vor "Microsoft-Masche"

Weilheim - Der Anrufer gibt sich als Techniker von "Microsoft" aus, der helfen will. Doch der Unbekannte hat ganz anderes im Sinn.

Laut Polizei reitet der Anrufer auf einer besonderen Masche. Er gibt sich am Telefon als angeblicher Mitarbeiter von "Microsoft" aus, der einen Virus auf dem PC seines Opfers entdeckt haben will. Vermutlich mit Hilfe eines so genannten Remote-Programms verschafft sich der Unbekannte Zugriff auf den Computer und zeigt die angeblich bereits von Viren befallenen Dateien. Dagegen helfe nur ein neues Virenschutzprogramm. Für den Kauf der Software benötige er allerdings die Kreditkartennummer des Angerufenen.... Die er dann auch prompt erhält. Der Unbekannte geht noch weiter und schafft es, dass sein Opfer per "Western Union" auch noch Bargeld Geld nach Nepal transferiert, wo es denn auch ausbezahlt wurde.

So geschehen zuletzt im Bereich der Poilizeiinspektion Weilheim. Eine Reihe von Bürgern hat solche Anrufe bereits bekommen, in Penzberg konnte eine Frau einen solchen Online-Betrug gerade noch verhindern, indem sie ihren Computer ausschaltete. In Weilheim dagegen war der Unbekannte äußerst erfolgreich. Laut Polizei wurden mit der Kreditkartennummer des Geschädigten mittlerweile Abbuchungen "in beträchtlicher Höhe" getätigt.

Die Polizei warnt eindringlich davor, sich auf solche in englischer Sprache geführte Telefonate einzulassen. "Der Weltkonzern Microsoft ruft sicher nicht bei Privatpersonen zu Hause an", so ein Polizeisprecher. Bei dem Anrufer handle es sich offensichtlich um einen Betrüger. Die Polizei rät, keinesfalls persönliche Daten herauszugeben oder Geld via Western Union an unbekannte Personen zu transferieren. Western Union sei eine seriöse Firma, doch der von ihr angebotene Geldtransfer werde oftmals von Betrügern missbraucht.

Rubriklistenbild: © dpa

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