Aus BR-alpha wird ARD-alpha

Privatsender kritisieren geplante Namensänderung

München - Aus BR-alpha wird ARD-alpha. Mit der Umbenennung des TV-Bildungskanals geht eine Programmreform einher. Bei der privaten Konkurrenz stoßen die Pläne auf Unmut.

Die großen Privatsender kritisieren die Namensänderung von BR-alpha in ARD-alpha. Der Bildungskanal des Bayerischen Rundfunks soll ab Ende Juni den neuen Namen tragen, mit neuem Programmschema und neuen Inhalten.

Der Vorstandsvorsitzende des Verbands Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT), Tobias Schmid, hält das für nicht hinnehmbar: „Bei ARD-alpha will der BR nach eigenem Gutdünken aus seinem bayerischen Landesangebot ein bundesweites ARD-Angebot machen, obwohl es dafür zunächst eine Ermächtigung durch die Länder geben müsste.“ Zwischen den Ländern sei vereinbart worden, dass es ein Gesamtkonzept für die digitalen Spartenkanäle geben solle, erklärte Schmid am Mittwoch in Berlin.

Der BR wies die Kritik zurück und betonte, bei ARD-alpha handele es sich nicht um einen weiteren öffentlich-rechtlichen digitalen Kanal: „Die Weiterentwicklung von BR-alpha zu ARD-alpha hat keinen Einfluss auf die Zukunft der digitalen Spartenkanäle EinsPlus, Einsfestival, tagesschau24 oder eines öffentlich-rechtlichen Jugendkanals. Der VPRT vermischt hier zwei unterschiedliche Kategorien.“ Der seit 1998 bestehende und im Rundfunkstaatsvertrag verankerte Sender BR-alpha werde künftig für Bildungs- und Informationsangebote innerhalb der ARD-Familie noch weiter geöffnet.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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