„Lebende Arbeitszeit-Leichen“

Ungewöhnlicher Protest: Zombie-Walk vor H&M

Aschaffenburger wollen gegen die schlechten Arbeitsbedingungen in den bayerischen H&M-Filialen protestieren - mit einem Zombie -Walk. Auch in Nürnberg und Bamberg sind Proteste geplant.

Aschaffenburg - Der Verein „aktion./.arbeitsunrecht“ ruft zu Protesten gegen die schlechten Arbeitsbedingungen bei H&M auf, wie br.de berichtet. In Bamberg, Nürnberg und Aschaffenburg seien Proteste vor den H&M-Filialen geplant - in Aschaffenburg solle es eine Art „Zombie-Walk“ geben. Der Vorstand des Vereins, Torben Ackermann, bezeichnete die Aktion gegenüber dem Nachrichtenportal als „Parade der lebenden Arbeitszeit-Leichen“.

Die Arbeit auf Abruf, schlechte Bezahlung und Flex-Verträge bei H&M seien demnach Hauptkriterien für den Aufstand - laut Ackermann würden dadurch „Familien und Freundschaften zerstört“, wie er gegenüber BR sagte. Und: Betriebsräte und Gewerkschaften würden von H&M bekämpft werden - aus Rache wegen des Streik-Betriebes in Großostheim-Ringheim würde H&M das Zentrallager dort sogar schließen und unzählige Arbeitsplätze vernichten.

H&M weist Kritik zurück

H&M weist die Vorwürfe unterdessen zurück. In einer schriftlichen Pressemitteilung an den BR dementiert der Konzern die Vorwürfe, Betriebsratsarbeit zu erschweren und rechtfertigt die Arbeitsbedingungen: „Öffnungszeiten und Kundenströme haben sich in den letzten Jahren geändert und der Einzelhandel an sich benötigt ein gewisses Maß an Flexibilität.“ Deswegen nutze H&M verschiedene Arbeitszeitmodelle - diese seien im deutschen Arbeitsrecht zugelassen.

Und: „Einen Zusammenhang zwischen der geplanten Schließung und Betriebsrats- oder Gewerkschaftsarbeit weisen wir klar zurück“, schreibt die Pressestelle der Modekette in der Mittelung an das Nachrichtenportal.

lr

Rubriklistenbild: © dpa

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