Protz-Prinz hinter Gittern

Marcus von Anhalt sitzt in Augsburger Gefängnis

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Ausgebraust: "Protz-Prinz" Marcus von Anhalt sitzt in Untersuchungshaft.

Ulm - Mit Saus und Braus ist für Prinz Marcus von Anhalt erst mal Schluss: Der adlige Bordellbesitzer, der gern mit seinem Reichtum protzt, soll in einem Augsburger Gefängnis einsitzen.

Ob auf Partys oder im TV: Marcus von Anhalt zeigt gern, was er hat. Der Adoptivsohn von Frederic von Anhalt und Zsa Zsa Gabor macht kein Geheimnis daraus, dass er sein Geld als Bordellbetreiber verdient - und noch weniger, dass er es gern ausgibt.

Viel Gelegenheit dazu hat der als "Prinz Protz" bekannte Lebemann nun nicht mehr: Nach Berichten der Augsburger Allgemeinen soll er in Augsburg in Untersuchungshaft sitzen. Der Grund: Das Finanzamt in Neu-Ulm, wo der 47-Jährige einen FKK-Club betreibt, wirft ihm Steuerhinterziehung vor - nun ermittelt die zuständige Staatsanwaltschaft Augsburg gegen ihn.

Nach Spiegel-Informationen soll Prinz Marcus von Anhalt von ihm so geliebte Luxus-Autos zu Unrecht von der Steuer abgesetzt haben. So soll er Leasing- und Reparaturkosten für Edel-Schlitten wie Mercedes SL 55 AMG, Porsche 911, einen Maybach und einen Ferrari F430 als Betriebsausgaben geltend gemacht haben, obwohl er diese meist privat nutzte.

Seine große Auskunftsfreude in Interviews dürfte ihm bei der Verteidigung kaum helfen: Im Neu-Ulmer Stadtmagazin Spazz hatte er damit geprahlt, 41 Autos zu besitzen und 23 Rotlicht-Etablissements in ganz Deutschland zu betreiben. Auch zu seinen weiteren Einkünften äußerte sich der gelernte Metzger: "Dann habe ich einen Haufen Immobilien, die ich selbst vermiete, und ich verdiene auch noch ein bisschen Geld im Internet mit ein paar Webseiten."

Aber auch Prinz Marcus von Anhalts gern zur Schau gestellter Lebensstil spricht für sich: Auf einer Party im Sommer 2012 traf er nicht etwa im Auto, sondern hoch zu Ross und in Uniform ein... für so viel weltfremde Prahlerei bleibt im Gefängnis wenig Raum.

Offiziell hüllt sich der Prinz derzeit in Schweigen. Sein Anwalt Olaf Langhanki wird auf Spiegel Online wie folgt zitiert: "Wir werden den Ermittlungsbehörden gegenüber noch ausführlich Stellung dazu nehmen." Seinem Mandanten gehe es "den Umständen entsprechend gut".

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