Im Berufungsprozess

Prügelvorwürfe gegen Polizisten: Einigung gesucht

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Die beiden Beamten (M. und 2.v.r.) waren im vergangenen Jahr wegen Körperverletzung durch einen Schlagstock- und Pfefferspray-Einsatzes gegen Fußballfans im Amt zu zwölf und acht Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Nach ihrer Verurteilung sind die Nürnberger Polizisten in Berufung gegangen.

Nürnberg - Im Berufungsprozess gegen zwei Polizisten wegen eines Schlagstockeinsatzes gegen Fußballfans haben sich die Parteien am Freitag erneut auf ein Strafmaß zu einigen versucht.

Auch in zweiter Instanz sind zwei bayerische Polizisten nach Prügelvorwürfen zu Haftstrafen auf Bewährung verurteilt worden. Zumindest einer der beiden verliert damit seinen Job. Das Landgericht Nürnberg-Fürth verhängte am Freitag wegen gefährlicher Körperverletzung im Amt zwölf und acht Monate Haft auf Bewährung und bestätigte damit das Urteil des Amtsgerichts. „Der Kammer ist absolut klar, dass das disziplinarrechtliche Konsequenzen hat“, sagte der Richter. „Aber das Gesetz verlangt es so.“ Bei Freiheitsstrafen von einem Jahr verlieren Polizisten zwingend ihren Job. Die Beamten hatten im April 2013 in einer aufgeheizten Situation nach einem Fußballspiel Fans mit einem Schlagstock verprügelt.

dpa

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