Brand in Asyl-Unterkunft

Psychisch kranker Asylbewerber (19) legt Feuer

Neuötting - In einem Asylbewerberheim in Neuötting ist im August ein Feuer gelegt worden. Nun hat die Polizei den Tatverdächtigen ermittelt: einen 19-jährigen psychisch kranken Bewohner.

Das Feuer brach am 29. August gegen 3.50 Uhr in einer Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in Neuötting (Kreis Altötting) aus. An mehreren Stellen im Gebäude kam es in dieser Nacht zu insgesamt vier kleineren Bränden, die allesamt mutwillig gelegt worden waren. Unter Tatverdacht steht ein 19-Jähriger, der selbst in dem Heim wohnt.

Er kam wegen des Verdachts der versuchten schweren Brandstiftung in vier Fällen zunächst in Untersuchungshaft. Weil sich aber Hinweise auf eine mögliche psychische Erkrankung bei dem 19-Jährigen ergaben, wurde er inzwischen in einer fachärztlichen Klinik untergebracht. Menschen wurden bei dem Brand nicht verletzt und auch der entstandene Sachschaden blieb verhältnismäßig gering.

Trotzdem übernahmen die Ermittler der Kripo Mühldorf den Fall. Es wurde in alle Richtungen ermittelt, Hinweise auf einen fremdenfeindlichen Hintergrund ergaben sich schon zu Beginn der Untersuchungen allerdings nicht.

Der Fokus der Ermittlungen richtete sich schon bald gegen einen jungen Heimbewohner, der jedoch die Verantwortung für die Brandstiftungen abstritt. Spurentechnische Untersuchungen erhärteten dann aber den Tatverdacht gegen den 19-Jährigen, der Mann wurde deshalb am 4. September 2014 festgenommen und auf Antrag der Staatsanwaltschaft Traunstein dem Ermittlungsrichter vorgeführt.

mm

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa / Symbolbild

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