Wegen laufender Ermittlungen

Putenmast-Skandal: Amt beurlaubt Mitarbeiterin

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Nach einem weiteren Putenmast-Skandal im Landkreis Dillingen hat das zuständige Landratsamt reagiert: Eine Mitarbeiterin wurde beurlaubt. Sie ist die Frau des Inhabers.

Dillingen - Nach einem weiteren Vorfall in einem Putenmast-Betrieb im Kreis Dillingen hat das zuständige Landratsamt reagiert: Eine Mitarbeiterin wurde beurlaubt. Sie ist die Frau des Inhabers.

Grund für die Beurlaubung seien die laufenden Ermittlungen, wie in einer Pressemitteilung des Landkreises Dillingen zu lesen ist.

Und weiter: "Gegen den Inhaber des Putenmastbetriebs hat das Landratsamt unmittelbar nach Bekanntwerden der von SOKO Tierschutz erhobenen Vorwürfe der unsachgemäßen Tötung von Puten bei der Staatsanwaltschaft Augsburg Strafanzeige wegen Verletzung tierschutzrechtlicher Bestimmungen erstattet."

Die Ehefrau des Inhabers arbeitet demnach seit ihrem Schulabschluss beim Landratsamt Dillingen. Zuletzt war sie im Fachbereich Veterinärwesen eingesetzt. Sie ist nicht als Betriebsinhaberin registriert.

Das Landratsamt schreibt: "Um Interessenskonflikte auszuschließen, war die Mitarbeiterin dort primär mit Aufgaben betraut, die keinen unmittelbaren Bezug zum Putenmastbetrieb ihres Mannes hatten." Sie habe sich um die Organisation der Probennahmen durch amtliche Tierärzte oder Mitarbeiter der Lebensmittelkontrolle für sämtliche Tierbestände mit Ausnahme der Putenmastbetriebe gekümmert.

"Zudem kümmerte sie sich um die Abrechnung der Schlachttieruntersuchung für Geflügel. Davon war der eigene Betrieb jedoch ausgenommen. Lediglich im Vertretungsfall war sie beispielsweise für den rechtlichen Vollzug des Arzeimittelgesetzes, des Lebensmittelrechts, bei der Tierseuchenbekämpfung, für Tierschauen und Tierschutzangelegenheiten zuständig", ist weiter in der Pressemitteilung zu lesen.

"Die Mitarbeiterin wurde mit Bekanntwerden der Vorwürfe des Verstoßes gegen Tierschutzbestimmungen am Montag zunächst vom Dienst beurlaubt, um auch dem theoretischen Fall einer Interessenskollision vorzubeugen. Sie wird in den bisherigen Fachbereich nicht zurückkehren. Vielmehr wird sie nach Rückkehr in den Dienst eine neue Verwendung innerhalb der Verwaltung erhalten."

Vergangene Woche hatte die SOKO Tierschutz aus Augsburg zunächst einen Skandal aufgedeckt. In einem Betrieb südlich von Dillingen seien flatternde Tiere brutal niedergeknüppelt und dann weggeworfen worden sowie illegal für den Verkauf geschächtet.

Am Montag war bekanntgeworden, dass ein weiterer Betrieb im Raum Dillingen betroffen ist. Dort wurden Puten mit einer Kastrationszange für Bullen getötet.

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