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Radio-Experiment: "Jeder war begeistert"

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Bernhard Fleischmann © BR

München -Die Bayern-3-Frühaufdreher haben am Freitag live aus dem Herkulessaal gesendet. Einer der Moderatoren, Bernhard Fleischmann, erklärt gegenüber der tz, wie er das Experiment wahrgenommen hat.

Radio macht froh – seit 90 Jahren. Da ließ sich der Bayerische Rundfunk am Freitag was ganz Besonderes einfallen: Die Bayern-3-Frühaufdreher sendeten live aus dem Herkulessaal – inklusive Chor und BR-Symphonieorchester! Von 5 bis 9 Uhr, wie anno dunnemals in Frack und Abendkleid, leider ohne Publikum. „Das ist technisch nicht möglich gewesen“, sagt Berhard „Fleischi“ Fleischmann nach der Sendung zur tz. Er moderierte mit seinen bewährten Partnern Claudia Conrath und Axel Robert Müller live und in prächtiger Farbe.

Dabei lief die Generalprobe am Mittwoch noch nicht so richtig rund. „Die Kombination zwischen Live-Chor und -Orchester und den Moderationen verzahnte sich nicht so richtig. Aber beim Ernstfall wusste ich schon nach ein paar Sekunden, dass nichts schiefgehen kann. Man muss als Moderator nur aufpassen: Lass die Musik ganz verklingen, rede nicht rein – da muss man sich vom heutigen Radiomachen verabschieden.“

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Rund 40 Sänger und 50 Musiker waren mit dabei (sie traten ab 6 Uhr morgens auf), spielten sämtliche Jingles live, die neu arrangiert wurden. Was bleibt hängen vom charmanten Nostalgie-Projekt? Fleischmann sagt: „Wir wollen wieder was zusammen machen, jeder war begeistert – und jeder respektiert die Arbeit des anderen jetzt noch ein bisserl mehr.“ Für den 45-jährigen Fleischi hatte die Show noch ganz privat eine besondere Note: „Ich habe ein schlechtes Gewissen, dass ich so lange nicht mehr in einem Klassik-Konzert war. Das ist schon überwältigend! Ich werde unbedingt demnächst wieder mehr E-Musik hören.“

Matthias Bieber

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