Landesinnenminister: Terrorverdächtiger in der Uckermark gefasst

Landesinnenminister: Terrorverdächtiger in der Uckermark gefasst

Der Todesschuss von Burghausen

Rätsel um die verschwundene Kugel

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Im Hinterhof begann die Suche nach der Kugel, mit der André B. wurde auf der Flucht erschossen wurde.

Burghausen - Ein Polizist hat in Burghausen einen flüchtenden Mann erschossen. Der Fall gibt viele Rätsel auf. Jetzt kommt noch ein weiteres hinzu: Die Todeskugel ist nicht aufzufinden.

Vor wenigen Tagen erst hat sich die trauernde Mutter von André B, Lilia B. (53), einmal mehr zu Wort gemeldet: „Sie haben ihn gejagt wie ein Tier!“ Sie, das seien zwei Polizisten aus Burghausen gewesen. Und einer von ihnen hat den 33-Jährigen in einer Siedlung mit einem Schuss in den Nacken getötet. Bislang gibt es in dem Fall vom 25. Juli, der vielen in Burghausen keine Ruhe lässt, viele Rätsel auf: Weshalb etwa hat der Zivilfahnder auf den Mann, der wegen Drogenhandels per Haftbefehl gesucht wurde, überhaupt geschossen? Obwohl doch Kinder in der Nähe spielten? Warum wurde der Mann nicht bei anderen Gelegenheiten festgenommen, wo er sich doch angeblich ganz offen in Burghausen bewegte – etwa im Fitnessstudio, wie Hinterbliebene sagen?

Und jetzt kommt noch ein weiteres Rätsel hinzu: Anscheinend fehlt das Projektil, das André B. traf. Die Kugel konnte am Ort, an dem nun Grablichter leuchten, nicht gefunden werden. Man vermutetet sie nun im Kopf des Getöteten. Doch bei der Obduktion wurden die Mediziner auch nicht fündig. Deshalb machte man bei der Leiche eine Computertomografie. Doch die tödliche Kugel blieb verschwunden. Eine akribische Absuche des Hinterhofs, wo sich alles zugetragen hatte, verlief ergebnislos.

Gegen den derzeit suspendierten Fahnder Michael K. (35) wird wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt. Anfangs galt der Beamte nur als Zeuge. Erst am 28. Juli, drei Tage nach dem Tod von André B., teilte der Leiter der Staatsanwaltschaft in Traunstein den Ermittlern des bayerischen Landeskriminalamts mit, dass er als „Beschuldiger wegen fahrlässiger Tötung“ zu behandeln sei. Ob es zu einer Anklage kommen wird, steht in den Sternen. Derzeit wertet nicht nur die Staatsanwaltschaft das Ergebnis der Ermittlungen des Landeskriminalamts aus, sondern auch Anwälte.

Der Schütze soll inzwischen sogar Morddrohungen erhalten haben. Von diesen weiß die Staatsanwaltschaft aber nichts.

rp

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