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Berühmtes Gestüt brennt völlig ab

35 Rassepferde sterben im Feuerinferno

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Feuerwehrleute löschen in der Nacht zum Sonntag den Brand

Pfarrkirchen - Beim Brand eines Gestüts in Pfarrkirchen im Landkreis Rottal-Inn sind am frühen Sonntagmorgen 35 Rassepferde gestorben, zudem ist hoher Sachschaden entstanden.

Jeder, der etwas von Pferden versteht, kennt das Gestüt Bachl in Pfarrkirchen: Hier stehen Sporthengste im Wert von bis zu 500 000 Euro in den Ställen, hier grasen auf der Koppel die edelsten Zuchtstuten. Sogar Großunternehmer Claus Hipp, der Babynahrungs-König, stellt seit Jahren hier viele seiner Pferde unter. In der Nacht auf Sonntag kam es indes zur Katas­trophe: Ein Blitz fuhr während eines Gewitters direkt in eine der Strohscheunen des Hofes, in Sekunden brannte alles lichterloh. Die traurige Bilanz: 35 wertvolle Tiere kamen in den Flammen um, der Hof ist nur noch Schutt und Asche.

Um kurz nach Mitternacht begannen die Sirenen in der Kreisstadt des Rottals wie wild zu heulen. „Großbrand beim Bachl!“, so die Einsatzmeldung an alle Feuerwehren im Umkreis.

Als diese bei dem Gestüt am Ortsrand von Pfarrkirchen eintreffen, schlagen die Flammen schon meterhoch aus den Gebäuden. „Wir haben versucht, die Pferde aus den Ställen zu befreien – aber es ging einfach nicht“, erzählt ein Einsatzleiter. „Die Hitze war schlichtweg zu groß.“ Sogar geparkte Autos, die auf der Hofeinfahrt standen, schmolzen regelrecht durch die Temperaturen (siehe Foto).

„Das ist ein schwerer Schlag für uns“, sagt Josef Bachl gegenüber der tz. „Unsere besten Tiere, die auch Turniere bestreiten, waren alle in der Stallung. Sie hatten leider keine Chance, zu entkommen.“ So ist beispielsweise auch Cinjo, ein berühmter Zuchthengst, unter den Opfern. Das Pferd gehört einer reichen Schweizerin. „Diese Pferde sind zwischen 50 000 und 500 000 Euro wert. Viele Besitzer wissen noch gar nicht, dass ihre Tiere nicht mehr leben“, so Bachl fassungslos. Versichert seien die meisten übrigens nicht, im Gegensatz zu all den Gebäuden. „Die werden ersetzt.“ Somit beträgt allein der Verlust durch die getöteten Tiere 3,5 Millionen Euro!

Auch Claus Hipp (74) ist geschockt über den Großbrand; nicht nur wegen der toten Pferde, sondern weil er mit der Familie Bachl seit vielen Jahren eng befreundet ist. „Josef und ich sind in der Jugend zusammen Turniere geritten, wir stehen uns sehr nahe“, so Hipp am Sonntag zur tz. Er selbst hat übrigens keins seiner Tiere verloren – weil diese nämlich die Nacht bei der Hitze draußen auf der Koppel verbrachten, nicht im Stall. Hipp: „Es tut mir wahnsinnig leid, was hier passiert ist, ich wünsche Josef alles Gute und dass der Hof bald wieder läuft.“

Das wird er wohl auch, denn aufgeben wollen die Bachls keinesfalls: „Die Familie setzt sich diese Woche zusammen, dann beraten wir, was wir als erstes wieder aufbauen. Es haben ja rund 60 Pferde das Drama überlebt. Und das Allerwichtigste ist: Es kam kein Mensch zu Schaden.“

Antonia Wille/Armin Geier

 

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