Männer geraten in Streit

Tanken dauerte zu lange: Heftige Schlägerei an der Raststätte Irschenberg

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Unglaubliche Szene an der Raststätte Irschenberg.

Am Samstag ging es einem Lkw-Fahrer (47) an einer Zapfsäule an der Raststätte Irschenberg nicht schnell genug. Das Ende vom Lied: eine massive Schlägerei.

Irschenberg - Wie die Polizei mitteilt, ging am Samstag gegen 16 Uhr ein „Notruf“ bei der Autobahnpolizei Holzkirchen ein. Mitarbeiter der Tank- und Rastanlage Irschenberg teilten mit, dass es im Bereich der Zapfsäulen zu einer Schlägerei mit mehreren Personen gekommen sei, die noch voll im Gange wäre.

Mehrere Streifen, auch der Fahndung Rosenheim und der Polizeiinspektion Holzkirchen, machten sich unmittelbar auf den Weg zum Tatort. Nur wenige Minuten später waren die ersten Kollegen vor Ort, die bereits im Bereich Irschenberg unterwegs waren. Die Polizisten fanden tatsächlich eine Schlägerei vor, vier Personen prügelten aufeinander ein und hatten sich bereits erhebliche Verletzungen zugefügt. Als die Beamten hinzukamen, ließen die Männer voneinander ab.

Nach sieben Minuten platzte dem Wartenden der Kragen

Nachdem die Schläger vernommen worden waren, und nach der Auswertung eines Überwachungsvideos stellte sich folgender Sachverhalt heraus: Ein Pärchen aus Italien, wohnhaft in Polen, fuhr gegen 15.51 Uhr zur Zapfstelle. Die Fahrerin betankte den Wagen, während ihr 26-jähriger Arbeitskollege sich im Shop etwas kaufte und anschließend wieder auf den Beifahrersitz setzte. Nach dem Tanken verschwand die junge Frau in den Shop, um die Tankrechnung zu begleichen. 

Der 26-jährige Kollege wartete auf dem Beifahrersitz und spielte mit seinem Mobiltelefon. Es vergingen rund sieben Minuten - einem in Deutschland lebenden 47-jährigen Albaner eine zu lange Zeitspanne. Er stand mit seinem Auto hinter dem des Italieners und wollte auch tanken. Er klopfte im Vorbeigehen leicht auf die Motorhaube und gab mit einer Gestik zu erkennen, dass es im nicht gefällt, so lange warten zu müssen. Der Italiener sprang daraufhin aus dem Auto, rannte auf den 47-Jährigen zu und schubste ihn massiv weg. Die beiden schubsten sich herum.

Nach dem Vater kommt weitere Prügel-Verstärkung

Das sah der Vater des 47-Jährigen, ein 75-jähriger Rentner, zu Besuch aus Albanien, und wollte seinem Sohn helfen. Der Italiener holte zu einem Schlag aus und traf den 75-jährigen so an der Schläfe, dass dieser eine erhebliche Platzwunde davon trug. Daraufhin zogen sich Vater und Sohn zurück. Der Italiener setzte sich wieder auf den Beifahrersitz des Autos, der immer noch neben der Zapfsäule stand. 

Kurz danach kam die Arbeitskollegin vom Zahlen zurück und setzt sich ans Steuer. Noch bevor sie wegfahren konnten, kamen Vater und Sohn mit Verstärkung, einem 52-jährigen Bekannten der Familie aus Albanien, zurück. Sie rissen die Beifahrertüre auf und drängten sich in den Wagen.

Zunächst kam es im Auto zu einem Handgemenge. Danach wurde der Italiener aus dem Wagen gezogen und zwischen diesem und der Zapfanlange wortwörtlich vermöbelt. Die junge Frau saß derweil auf dem Fahrersitz und bewegte sich nicht.

Bei den anschließenden Vernehmungen machten die beteiligten Personen aus Albanien keine Angaben zur Sache. Der Italiener machte Angaben, die anhand des Videos widerlegt werden können. Obwohl von den Beteiligten geäußert wurde, kein Interesse an einer Strafverfolgung zu haben, wird der Vorgang der Staatsanwaltschaft vorgelegt. Von allen Schlägern wurde eine Sicherheitsleistung einbehalten. Eine ärztliche Behandlung verweigerten die Beteiligten.

mm/tz

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