Ehepaar 16 Stunden gefesselt

Überfall-Opfer bedanken sich bei ihren Rettern

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In einer Anzeige in der Tegernseer Zeitung bedankt sich das Ehepaar Jungmeier bei seinen Rettern.

Rottach-Egern - Gut eine Woche nach dem brutalen Raubüberfall in Rottach-Egern bedanken sich die Opfer jetzt in einer Anzeige in der "Tegernseer Zeitung" bei ihren Rettern - und warnen ihre Mitbürger.

Mittwoch, 8. Januar, 20.15: Dagmar und Heinz Jungmeier (71, 74) werden von zwei maskierten Tätern in ihrer Villa in Rottach-Egern überfallen, gefesselt, mit Pfefferspray drangsaliert und zusammengeschlagen. Die Einbrecher klauen Bargeld und Wertgegenstände und machen sich mit dem Auto des Ehepaars davon. Erst 16 Stunden später werden die gequälten Opfer befreit.

Jetzt, gut eine Woche später, bedanken sich die Jungmeiers bei ihren Rettern: Beim Schwiegersohn, der sich auf die Suche machte, nachdem er seine Verwandten nicht erreicht hatte. Und bei Andreas Erlacher, der das Ehepaar schließlich "von den Fesseln befreite, uns rettete und die Hilfskräfte alarmierte", wie in der Anzeige zu lesen ist.

Doch nicht nur bedanken wollen sich die Jungmeiers mit dieser Anzeige - auch eine Warnung soll sie sein: "In unserem schönen, friedlichen Tal haben sich längst Gewalt und Kriminalität breit gemacht, dessen sollten sich alle Mitbürger bewusst sein", schreibt das Ehepaar.

Die Polizei fahndet inzwischen mit Nachdruck nach den Tätern. Eine 14-köpfige Ermittlergruppe namens „Villa“ geht allen Hinweisen nach, die Kripo Rosenheim ist auch involviert. Bisher kamen Hinweise vor allem zum Tatort. "Nur ein Hinweis zum Parkplatz, auf dem das Fluchtauto gefunden wurde, hat uns erreicht", sagt Andreas Guske, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. Im Moment werden laut Guske die Spuren, die am Tatort gefunden wurden, ausgewertet.

Veronika Stangl

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