Rauschgift im Reisegepäck

Ein rosa Koffer voll mit Gras

München - Bei einer Zugkontrolle gibt ein aus Italien kommender Mann an, er habe kein Gepäck. Die Fahnder werden erst misstrauisch - und dann fündig.

Am Mittwochmorgen um 06.00 Uhr kontrollierten bayerische Schleierfahnder der PI Fahndung Rosenheim einen 32-jährigen Nigerianer. Er war im Nachtzug aus Italien und wies sich mit einer gültigen italienischen Aufenthaltserlaubnis aus, gab aber vor, ohne jegliches Gepäck zu reisen. Die Beamten hielten dies für unglaubwürdig. Schließlich identifizierte er einen rosafarbenen Reisekoffer als sein Eigentum. 

Schnell wurde klar, warum er sein Reisegepäck lieber unentdeckt gelassen hätte: Bei Öffnung des Koffers strömte den Beamten deutlicher Marihuana-Geruch entgegen. Insgesamt führte der Reisende über 200 Gramm Gras mit sich - zum Eigengebrauch, wie er angab.

Die Schleierfahnder stellten das Rauschgift sicher und nahmen den Nigerianer fest. Bei der Vernehmung durch Beamte der Kriminalpolizei Rosenheim räumte der Reisende ein, bereits mehrmals in Holland Marihuana eingekauft und damit durch Deutschland gereist zu sein. Die Staatsanwaltschaft Traunstein beantragte gegen den Beschuldigten einen Haftbefehl, den der Ermittlungsrichter des Amtsgerichtes Rosenheim am Donnerstag erließ.

mm/tz

Rubriklistenbild: © dpa

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