Ermordete Schwangere zu Grabe getragen

Bewegender Abschied von Rebecca

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Die schwangere Rebecca wurden vom Vater des noch ungeborenen Kindes ermordet.

Aschaffenburg - Von großen Emotionen begleitet wurde am Freitag die ermordete Schwangere Rebecca (24) auf dem Dorffriedhof von Niedersteinbach (Unterfranken) zu Grabe getragen. Kreuz und Sterbebildchen zierten neben dem Namen der jungen Mutter auch der ihres ungeborenen Kindes: „Rebecca & Lea“.

Am Dienstag wäre der Geburtstermin für das Kind gewesen. Doch weil der leibliche Vater Jens M. (31) seine Tochter nicht anerkannte, mussten beide sterben. „Wir sehnen uns nach Gerechtigkeit“, sagte der Pfarrer in seiner Predigt – er hätte in wenigen Wochen auch Rebecca taufen sollen. „Freundschaft war für sie nicht nur ein Wort“, erinnerte der Geistliche. „Sie war immer gut gelaunt und lebensfroh.“ Die Familie sei ihr wichtig gewesen, ihr Sohn Dennis ihr Ein und Alles. Der Dreijährige blieb der Trauerfeier am Freitag fern. Er lebt jetzt bei den Großeltern.

Auf dem letzten Weg trugen auch Rebeccas Verlobter Benjamin K. (27) und ihre Schwester Stefanie (27) den Sarg. Am Grab legten sie einen Kranz mit der Aufschrift „Zwei Engel gehen auf Reisen“ nieder. Begleitet wurde der Abschied von Peter Maffays Lied „Ich fühl wie du“ und „Amoi seg ma uns wieder“ von Andreas Ga­balier.

Polizei und Notfallseelsorger begleiteten die Zeremonie: Sie mussten sich um die beste Freundin der Ermordeten kümmern, die von ihren Gefühlen überwältigt wurde. Sie hatte am 13. Mai das letzte Lebenszeichen von Rebecca erhalten: In einem Telefonat hatte sie ihr gesagt, ihr Ex stehe vor der Tür und wolle mit ihr reden. Sie wollte sich später wieder melden – doch nach diesem Gespräch war sie für immer verstummt …

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