Rechtmediziner sagt aus

Polizisten-Mord glich Hinrichtung

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Vor dem Landgericht Augsburg findet der Prozess gegen die Brüder Rudi R. und Raimund M. statt

Augsburg - Im Prozess um den Polizisten-Mord hat jetzt der zuständige Rechtsmediziner beschrieben, wie Mathias Vieth starb. Die Anwälte der Nebenklägerinnen verurteilten die kaltblütige Tat mit drastischen Worten.

Acht Mal hat der Schütze in der Tatnacht im Oktober 2011 im Augsburger Siebentischwald auf den Polizisten Mathias Vieth gefeuert. Das hat Matthias Graw, Rechtsmedinziner aus München, im Prozess gegen die Angeklagten Brüder Raimund M. und Rudi R. ausgesagt, wie die Augsburger Allgemeine berichtet.

Die ersten drei Schüsse hätten Mathias Vieth zu Boden gezwungen. Fünf mal habe der Täter noch auf ihn geschossen, als er längst verletzt zusammengebrochen war. Der Polizist sei auf der Stelle tot gewesen. Die Kugeln hätten seine Halsschlagader, das Rückenmark und die inneren Organe getroffen.

Rechtsanwalt Walter Rubach, der die Ehefrau des toten Polizisten vertritt, nannte es "feige und hinterhältig", dass der Schütze fünf Schüsse auf den Verletzten abgab. Marion Zech, die Anwältin von Diana K, jener Streifenbeamtin, die in der Tatnacht mit Vieth unterwegs war, sagte: "Die letzten fünf Schüsse glichen einer Hinrichtung." Beide Frauen, Ehefrau und Kollegin, treten im Prozess als Nebenklägerinnen auf.

mcf

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