Wagen mit dem Motto "Wilder Westen"

Rechtsextreme verteilen Flugblätter beim Faschingszug

Augsburg - Auf dem "Wilder Westen"-Faschingswagen: Eine rechtsradikale Gruppe hat am Bürgerfaschingszug teilgenommen und Flugblätter verteilt. Die werden nun von der Staatsanwaltschaft geprüft.

Bei einem Faschingszug im Landkreis Augsburg hat eine rechtsextreme Kameradschaft Flugblätter unter den Zuschauern verteilt. Die Gruppe hatte sich unter dem Motto „Wilder Westen“ beim Bürgerfaschingszug in Gersthofen angemeldet und dort am Sonntag mit einem USA-kritischen Faschingswagen teilgenommen, teilte die Polizei in Augsburg am Dienstag mit und bestätigte damit einen Bericht der „Augsburger Allgemeinen“. Für den Veranstalter sei es nicht erkennbar gewesen, dass es sich bei den Teilnehmern um eine Vereinigung handelt, die mit der rechten Szene in Verbindung gebracht wird, sagte ein Polizeisprecher. „Bei dem Umzug können nicht nur Faschingsvereine, sondern auch Privatpersonen mitmachen.“

Den Angaben zufolge enthält das Flugblatt keine offensichtliche nationalsozialistische Propaganda. Stattdessen würden darin die USA und Israel als Kriegstreiber verunglimpft und eine Stationierung von amerikanischen Streitkräften in Deutschland abgelehnt. Das Flugblatt wurde inzwischen vom Staatsschutz begutachtet und an die Staatsanwaltschaft Augsburg weitergegeben. Nach Angaben der Anklagebehörde wird nun geprüft, ob das Flugblatt strafrechtlich relevante Inhalte enthält. Wieviele Flugblätter in Gersthofen verteilt wurden, war nach Polizeiangaben unklar. Seitens der Zuschauer seien zunächst keine Beschwerden oder Anzeigen eingegangen.

dpa/lby

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