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Corona-Regeln in Bayern: Alle Oster-Maßnahmen in der Übersicht - und Söders Sonderwege danach

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Von: Franziska Konrad

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Nach dem jüngsten Gipfeltreffen ist klar: Gerade über die Osterzeit stehen Bayern noch einmal harte Tage bevor. Hier eine Übersicht der neuen Corona-Regeln für den Freistaat.

München - Insgesamt 15 Stunden lang berieten sich am Montag Bund und Ländern über den weiteren Verlauf in der Corona-Krise. Danach stand fest: Der Lockdown wird vorerst bis zum 18. April verlängert. Nach langem hin und her konnten sich Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten - inklusive Söder - auf weitere Beschlüsse einigen. Diese wurden am Dienstag (23. März) noch einmal im Bayerischen Kabinett durchdiskutiert. Dabei wurden für Bayern einige Sonderwege beschlossen.

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Corona-Regeln in Bayern: Geplanter Super-Lockdown wurde abgesagt

„Wir leben wahrscheinlich in der gefährlichsten Phase der Pandemie überhaupt“, betonte Söder in der nächtlichen Pressekonferenz. Durch die Ausbreitung der Corona-Mutationen sprach er von einer gänzlich neuen Pandemie, mit der auch der Freistaat derzeit konfrontiert werde. Wie genau es für Bayern weitergeht, und ob dem Freistaat vielleicht sogar ein verschärfter Sonderweg droht, verkündete Söder am Dienstag live in einer Pressekonferenz. Hier eine Übersicht zum aktuellen Stand der neuen Corona-Regeln:

Oberste Priorität hat es, die steigenden Corona-Zahlen wieder in den Griff zu bekommen. Für die Osterzeit war daher zunächst ein Super-Lockdown geplant. An den Ostertagen, vom 1. bis zum 5. April, sollte das Leben in Bayern komplett heruntergefahren werden. Neben den Osterfeiertagen sollten auch der Gründonnerstag und der Karsamstag zu „Ruhetagen“ mit „Ansammlungsverbot“ werden. Diese „Ruhetage“ sollten analog zu normalen Feiertagen sein. Das heißt, es würden Feiertagszuschläge ausbezahlt und die Arbeit hätte in den meisten Branchen an diesen Tagen geruht. Doch zwei Tage später dann die Wende. Kanzlerin Angela Merkel* (CDU) nahm die Regelung mit den Oster-Ruhetagen wieder zurück und entschuldigte sich.

Konkret bedeutet das: Einrichtungen, die an Ruhetagen geöffnet haben, dürfen auch an diesen Tagen öffnen. Außerdem gibt es keine Ostergottesdienste oder religiöse Versammlungen mit Präsenzpublikum.

Corona-Regeln in Bayern: Verschärfte Notbremse ab Inzidenz von 100 - Strengere Regeln für Urlauber

Steigt in Landkreisen oder Städten die Corona-Inzidenz auf über 100, tritt dort eine verschärfte Notbremse in Kraft. In diesem Fall bleibt es weiter bei den Ausgangsbeschränkungen ab 22 bis 5 Uhr und bei verschärften Kontaktbeschränkungen.

Künftig gelten auch neue Hürden für Urlauber. Fluggesellschaften sollen fortan alle Reiserückkehrer vor Abflug auf Corona testen. Auch eine generelle Testpflicht für Flugreisende nach Deutschland soll eingeführt werden.

Corona-Regeln in Bayern: Nach Ostern geht der Freistaat einige Sonderwege

Ab dem 12. April wird sich hingegen einiges ändern in Bayern. So wurde bei der Kabinettssitzung beschlossen, dass ab diesem Zeitpunkt Einzelhändler auch bei einer Inzidenz bis 100 geöffnet haben dürfen. Bisher galt diese Reglung nur bis zu einer Inzidenz von 50. Darüber wurde das „Click & Meet“-Verfahren angewendet. Also einkaufen, wenn zuvor ein Termin ausgemacht wurde. „Click & Meet“ kommt ab diesem Zeitpunkt dann erst ab einer Inzidenz von über 100 zum Einsatz.

Auch für Schüler ändert sich ab dem 12. April einiges. Die vierten und elften Jahrgangsstufen gelten ab diesem Zeitpunkt als Abschlussklassen und bleiben auch bei einer Inzidenz über 100 im Wechselunterricht. Allerdings sind ab diesem Wert Corona-Tests verpflichtend. Nur bei einem negativen Test, der nicht älter als 48 Stunden ist, darf man am Unterricht teilnehmen. Bei einer Inzidenz unter 100 sollen dann alle Jahrgangsstufen in den Wechselunterricht gehen. (kof) (Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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