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Regensburg zeigt Farbe und Flagge: Internationaler Tag der Gewalt an Frauen am 25. November

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Stadtansicht Regensburg Skyline
Die Stadtansicht von Regensburg. © picture alliance / Armin Weigel/dpa | Armin Weigel

Frauen leben auch in Deutschland tagtäglich in Gefahr. Der Internationale Tag der Gewalt an Frauen am 25. November soll darauf aufmerksam machen.

Regensburg – Etwa jeden dritten Tag wird eine Frau von ihrem (Ex-)Partner getötet, mehr als einmal pro Stunde gefährlich verletzt. In der Corona-Pandemie hat sich die Lage nochmal verschärft. Doch: Sogenannte Femizide werden noch immer häufig als „Beziehungsdrama“ oder ähnliches beschönigt. Der Internationale Tag zur Beseitigung der Gewalt an Frauen am 25. November soll auf die Thematik aufmerksam machen. 


Weltweit engagieren sich seit 40 Jahren Menschenrechtsorganisationen, seit 20 Jahren wehen bundesweit die Fahnen von Terre des Femmes und anderen Einrichtungen. Auch die Stadt Regensburg zeigt am Donnerstag Farbe und Flagge. 


Regensburg: Häusliche Gewalt ist 2020 gestiegen 


Auch in Regensburg wird jedes Jahr eindringlicher gefordert: „Stoppt Gewalt gegen Frauen und Mädchen!“ Trotz Hashtags wie #MeToo oder dem Inkrafttreten der Istanbul Konvention auf europäischer Ebene und der Aufmerksamkeit, die dem Thema in Gesellschaft und Politik entgegengebracht wird – die Zahlen gewaltbetroffener Frauen und Mädchen steigen immer weiter – weltweit, in Deutschland und auch in Regensburg*, wie das Rathaus in einer Pressemitteilung schreibt.  


Die vom Polizeipräsidium erfassten Zahlen zur häuslichen Gewalt sind von 2019 (270) auf 2020 (281) wieder angestiegen. Dies spiegelt sich auch in den Beratungen und Unterbringungsanfragen der Frauenhäuser und beim Frauennotruf wider, die teilweise noch deutlicher als die Zahlen der Polizeistatistik angestiegen sind. Darunter fallen insbesondere Nötigungs-, Bedrohungs- und Körperverletzungsdelikte, aber auch Sexualdelikte und Tötungsdelikte. 


Regensburg: Aktionen zum Tag der Gewalt gegen Frauen 


Es bleibt weiterhin sehr wichtig, starke Zeichen gegen die Gewalt an Frauen und Mädchen zu setzen, schreibt die Stadt Regensburg. Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer macht es „stolz, dass in Regensburg sehr viele verschiedene Initiativen und Aktive bereits den ganzen November Aktionen und Veranstaltungen durchgeführt haben“. 


Unter anderem hat die Studierendenvertretung der Universität gemeinsam mit verschiedenen Organisationen wie dem Weißen Ring, dem Autonomen Frauenhaus und der Uniklinik ein vielfältiges Programm für einen „Aktionsmonat gegen patriarchale Gewalt“ erarbeitet. Neben dem Fahnenhissen von Terre des Femmes am 25. November 2021 um 14 Uhr informieren die Soroptimistinnen an einem Informationsstand. Am Abend findet um 18 Uhr am Domplatz eine Kundgebung des feministischen Kollektivs eben.widerspruch statt. Das Theater Regensburg unterstützt den Aktionstag und bestrahlt das Gebäude am Bismarckplatz in Orange, um auf „das unfassbare Ausmaß an Gewalt und Tötungsdelikten gegen Frauen und Mädchen“ aufmerksam zu machen. 


Außerdem wird die gemeinsame Plakataktion „Gewalt betrifft uns alle!“ der Gleichstellungsstellen von Landkreis und Stadt Regensburg fortgeführt. Aktuell werden die Plakate an prominenter Stelle im Alex-Center ausgestellt. Es sei die „Aufgabe aller“, Opfer von Gewalt nicht alleine zu lassen, betont OB Maltz-Schwarzfischer, „in Regensburg und überall.“*Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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