Urteil nicht akzeptiert

Regensburger Ex-OB: „Niederschmetterndes“ Urteil für Wolbergs im Bestechungs-Prozess gefallen 

Der Regensburger Ex-OB ist wegen Bestechlichkeit verurteilt worden.
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Der Regensburger Ex-OB ist wegen Bestechlichkeit verurteilt worden.

Regensburgs ehemaliger Oberbürgermeister Joachim Wolbergs ist zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt worden. Sein Verteidiger kündigte an, in Revision gehen zu wollen.

  • Regensburgs ehemaliger Oberbürgermeister Joachim Wolbergs ist im Rahmen eines Korruptionsfalls verurteilt worden.
  • Das Landgericht Regensburg verurteilte Wollberg zu einem Jahr Haft auf Bewährung.
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Regensburg - Der ehemalige Regensburger* Oberbürgermeister Joachim Wolbergs ist vor dem Landgericht Regensburg in einem Fall der Bestechlichkeit zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt worden. Von den weiteren Vorwürfen wurde er am Mittwoch freigesprochen. In dem Prozess ging es um Parteispenden von Bauunternehmern an Wolbergs' damaligen SPD-Ortsverein im Kommunalwahlkampf 2014.

Urteil in Regensburg gefallen: Ex-Ob Wolbergs zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten gefordert, der Verteidiger auf Verfahrenseinstellung beziehungsweise Freispruch plädiert. Der mitangeklagte Bauunternehmer wurde wegen Bestechung zu einer Geldstrafe verurteilt. Den Vorwurf des Angeklagten und der Verteidigung, die Staatsanwaltschaft habe einseitig in Richtung Schuld ermittelt, ließ der Vorsitzende Richter Georg Kimmerl nicht gelten.

Prozess um Regensburger Ex-OB Wolbergs: Urteil im Korruptions-Prozess gefallen

Zur Kritik, dass zwei getrennte Prozesse geführt worden sind, sagte Kimmerl, die Kammer hätte es für angemessen gehalten, nur ein Verfahren zu führen, sehe aber keine willkürliche Aufspaltung des Verfahrens durch die Staatsanwaltschaft in Regensburg*, um Wolbergs zu belasten. Dieser Umstand sei aber bei der Strafzumessung berücksichtigt worden.

In einem ersten Korruptions-Prozess war Wolbergs im Juli 2019 wegen zwei Fällen der Vorteilsnahme verurteilt und von sämtlichen weiteren Vorwürfen freigesprochen worden. Von einer Strafe sah das Gericht ab.

Joachim Wolbergs: Verteidiger will in Revision gehen

Nach dem Urteil im Urteil um Joachim Wolbergs hat dessen Verteidiger Peter Witting angekündigt, in Revision gehen zu wollen. Wolbergs ist am Mittwoch vor dem Landgericht zu einem Jahr Haft auf Bewährung wegen Bestechlichkeit verurteilt worden. „Ich kann das Urteil so nicht akzeptieren“, sagte Witting in einer kurzen Pause und bezeichnete Urteil und Urteilsbegründung als „niederschmetternd“. Wolbergs verließ den Saal wortlos.

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