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„Lieber Strafe als nichts tun“: Klimaaktivisten kleben sich an Straßen fest - Welche Konsequenzen drohen?

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Von: Veronika Mahnkopf

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Die Aktion ist einige Wochen her, doch jetzt dürfte sie ein Nachspiel haben: Klimaaktivisten haben sich auf einer Regensburger Straße angeklebt. Die Ermittlungen laufen.

Regensburg - Derzeit starten Klimaaktivisten der „Letzten Generation“ diese Form des Protests immer wieder: Sie setzen sich an belebte und wichtige Verkehrsknotenpunkte in Städten auf die Straße und kleben Schuhe und Hände mit Sekundenkleber am Asphalt fest. Die Folge: Staus und Polizeieinsätze, die Aktivisten müssen aus ihrer Lage „befreit“ und meistens weggetragen werden. Auch die (erwünschte) Folge: Der Protest fürs Klima wird für jedermann - vor allem in den Autos - sichtbar und hat Auswirkungen. In München sorgten sich kürzlich auch mit dem Festkleben an einem berühmten Gemälde für Aufsehen.

Klimaprotest in Regensburg: Aktivisten kleben sich an Straße fest - Nötigung steht im Raum

Bundesweit laufen derzeit Ermittlungen gegen diese Protestform, in Berlin kam es nun erstmal zu einem Urteil: Ein 20-Jähriger wurde zu 60 Stunden Freizeitarbeit verurteilt. Die Anklage lautete: Nötigung. Der Mann hatte Autofahrer an der Weiterfahrt gehindert.

Straßenblockade
In Regensburg haben sich Klimaaktivisten an Straßen geklebt (Foto von einer Aktion in Berlin). © Paul Zinken/dpa

Dies steht auch bei den Klimaaktivisten im Raum, die sich in Regensburg, genauer in der Frankenstraße, angeklebt hatten. So berichtet es die Mittelbayerische. Zwei Stunden hatte sich der Verkehr demnach bei der Aktion im Juni gestaut, acht Aktivisten waren beteiligt. Nun ist klar: Den Aktivisten wird Nötigung vorgeworfen. Weiter ist man bei den Behörden aber noch nicht, die Ermittlungen laufen.

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Klimaaktivist in Regensburg sagt: „Ich zahle lieber eine Strafe, als nichts zu tun.“

Einer der Aktivisten äußerte sich gegenüber der Mittelbayerischen zu dem Verfahren so: „Was am Ende dabei genau rauskommt, wird man aber wohl erst vor Gericht sehen.“ Er wolle den Protest in jedem Fall weiterführen. „Ich zahle lieber eine Strafe, als nichts zu tun.“

In München starteten Klimaaktivisten eine ähnliche Klebe-Aktion am Flughafen und sorgten für viel Wirbel. Und auch in Nürnberg zeigten sie ihren Protest fürs Klima schon sehr deutlich.

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