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Testen für Präsenzunterricht: Regensburger Schulen wollen erneutes Homeschooling verhindern

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Regensburger Schüler nehmen die Corona-Tests gerne in Kauf, damit ihnen das Home-Schooling erspart bleibt.
Regensburger Schüler nehmen die Corona-Tests gerne in Kauf, damit ihnen das Home-Schooling erspart bleibt. © Christoph Soeder/dpa/Symbolbild

Regensburger Schüler und Lehrer wollen im Präsenzunterricht bleiben. An den St. Marienschulen sei die Corona-Lage entspannt. Es werde regelmäßig getestet.

Regensburg - Schüler und Lehrkräfte freuen sich, trotz der angespannten Corona-Lage* an der Schule präsent sein zu können. „Homeschooling will niemand“, sagte der Oberstudiendirektor Hans Lindner von den St. Marienschulen Regensburg* im Gespräch mit idowa.de. An die Maskenpflicht würden sich alle halten, erklärte er weiter. Täglich seien aber drei bis zehn Schüler in Quarantäne. Das angewandte Testverfahren zeige „äußerst aggressiv positiv“ an. Der PCR-Test* am nächsten Tag fällt Lindner zufolge bei vielen Kindern dann aber negativ aus, sodass sie wieder am Unterricht teilnehmen können. Alle Lehrer seien vollständig gegen das Coronavirus geimpft. In der Oberstufe hätten 70 bis 80 Prozent der Schüler einen vollständigen Impfschutz. Wenn die Schulen erneut dicht machen müssten, sind die St. Marienschulen aber gewappnet. Laut Lindner werde regelmäßig überprüft, ob die Cloud und ihre Codes für das Homeschooling noch funktionieren.  

Regensburg: Corona-Lage an den Schulen ist entspannt 

Man sei wegen der neuen Omikron-Variante zwar besorgt, in Panik wolle man aber nicht verfallen. „Bei uns halten sich die positiven Tests derzeit sehr in Grenzen“, sagte Oberstudiendirektor Ralf Krottenthaler vom Von-Müller-Gymnasium im Interview mit idowa.de. Vor den Herbstferien seien wöchentlich etwa fünf Tests positiv ausgefallen. Mittlerweile gebe es keine positiven Ergebnisse mehr. Krottenthaler zufolge liegt das unter anderem daran, dass viele Eltern ihre Kinder schon zu Hause testen. So könne das Virus sofort von der Schule ferngehalten werden. Dass Kinder in Quarantäne müssen, weil sie Kontakt zu einer infizierten Person hatten, komme nicht selten vor. Derzeit müssten sich etwa zehn Schüler täglich isolieren. Die betroffenen würden dann online mit den Lehrmaterialien versorgt. 

Regensburg: Von-Müller-Gymnasium setzt auf Corona-Tests 

Einen genauen Überblick über die Impfquote habe die Schule nicht. Es gebe viele Schüler, die sich lieber testen lassen, als Auskunft über ihren Impfstatus zu geben, fügte Krottenthaler hinzu. Geimpft seien aber vor allem die Schüler der höheren Klassen. Viele Schüler hätten erkannt, dass sie mit einem Test zusätzlich auch ihre Mitmenschen schützen. Darum würden sich viele zusätzlich auch immer wieder testen lassen. Die regelmäßige Testquote liege bei etwa 85 Prozent. Das Prozedere gehöre mittlerweile zur täglichen Routine, betonte der Schulleiter. Der Aufwand sei es wert, wenn dafür weiterhin in Präsenz unterrichtet werden könne. 

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Regensburg: Homeschooling belastet die Kinder 

Die SPD-Landtagsabgeordnete Margit Wild befürwortet die regelmäßigen Corona-Tests an den Schulen. Auch Luftfilter würden dazu beitragen, dass der Präsenzunterricht momentan noch aufrechterhalten werden könne. Die Stadt Regensburg* habe den Schulen drei Millionen Euro gegeben, um Luftfilter zu finanzieren. Jugendpsychiater würden vor Homeschooling deutlich warnen. Das Lernen Zuhause belaste die Kinder, vor allem, weil ihnen die sozialen Kontakte fehlten. Der Bayerische Elternverband hat in einem offenen Brief an Ministerpräsident Markus Söder* gefordert, die Eltern selbst entscheiden zu lassen, ob sie ihr Kind in die Schule schicken wollen oder nicht. *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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