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Reaktion auf den Ukraine-Krieg: Regensburger Schwimmbad wird kälter

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Von: Felix Herz

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Deutschland macht sich Gas-Sorgen: Als Reaktion auf den Ukraine-Krieg drehen mehrere Schwimmbäder die Temperatur runter. Auch ein Regensburger Bad ist dabei.

Regensburg – Der Ukraine-Konflikt treibt den Menschen weiter tiefe Sorgenfalten auf die Stirn. Jetzt hat sich die Bundesregierung entschieden, deutsche Panzer an die Ukraine zu liefern. Damit erreicht die Ukraine-Krise immer mehr auch Deutschland, was unter anderem die Gefahr eines Gas-Lieferstopps erhöhen könnte. Darauf reagierten jetzt auch viele Schwimmbäder, unter anderem das Regensburger Westbad zieht Konsequenzen aus der Gas-Krise.

Ukraine-Konflikt: Deutschlands Schwimmbäder reagieren

Die Gefahr eines Gas-Lieferstopps aus Russland ist wegen des Ukraine-Konflikts hoch. Denn entweder, so der aktuelle Diskurs, wird Deutschland als Konsequenz auf die Invasion ein Gas-Embargo verhängen, oder Russland dreht als Reaktion auf die deutschen Waffenlieferungen und Sanktionen den Gashahn zu. Darauf und auf die schon jetzt hohen Gas-Preise, reagieren nun auch Deutschlands Schwimmbäder: Sie senken die Wassertemperaturen um so Energie zu sparen.

Auf einer Pressekonferenz kündigte der Vorstandsvorsitzende der Berliner Bäder-Betriebe, Johannes Kleinsorg, an, in den meisten ihrer Bäder die Heizung runterzudrehen. So werde in den Sommerbädern die Beckentemperatur um zwei, in den Hallenbädern um ein Grad gesenkt. Dies sei ein Beitrag zur Reduktion der Abhängigkeit von russischem Erdgas, so Kleinsorg. 

Regensburg: Auch das Westbad senkt die Temperatur

Kleinsorg zufolge würden die Gäste den Temperaturunterschied „kaum bemerken“. Damit folgen die Berliner Bäder-Betriebe anderen Schwimmbädern Deutschlands, die diese Konsequenzen bereits Mitte April vornahmen. Neben Dresden, Würzburg und Fulda senkte auch das Regensburger Westbad die Wassertemperatur leicht.

So bestätigte ein Sprecher der Stadtwerke, dass die Wasser-Temperatur im Wellenbecken um zwei Grad verringert werde, von 28 auf 26 Grad. Die Dresdner Bäder schätzten derweil, dass dort ein Grad weniger in Luft und Wasser je nach Objekt bis zu 10 Prozent Einsparungen bringe. (fh/dpa)

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