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Regensburger kämpfen gegen Leerstand, Wohnungsnot und für eine „coronakonforme“ Unterbringung von Obdachlosen

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Eine Regensburger-Initiative fordert Hotelzimmer für Obdachlose.
Eine Regensburger-Initiative fordert Hotelzimmer für Obdachlose. © Jörg Carstensen/dpa/Symbolbild

Am Sonntag (30. Januar) trafen sich Regensburger, um gegen Wohnungsnot zu demonstrieren und gleichzeitig für Obdachlose eine Unterbringung im Hotelzimmer einzufordern.

Regensburg – Leerstand in der Stadt, Zwangsräumungen während der Corona-Pandemie* und die Zustände der Flüchtlingsunterkünfte: Am Sonntag (30. Januar) versammelten sich Regensburger Aktivisten in der Keplerstraße 4, um gegen die Wohnungspolitik zu demonstrieren.

Regensburg: Wohnungsnot und leere Hotels 

Konkret ging es bei der Versammlung vor allem um den Umgang mit Obdachlosen in Regensburg*. Viele von ihnen hätten derzeit keine Möglichkeit, einen „coronakonformen“ Unterschlupf zu finden. Zur gleichen Zeit gebe es immer mehr Hotels, die leer stehen würden - darunter das Mercure oder das Star Inn, die Konkurs anmelden musste, heißt es bei der Mittelbayerischen. Die Bewegung „Recht auf Stadt“-Regensburg, die sich laut eigenen Angaben „aktiv gegen Mietwucher, Verdrängung und Entrechtung wehrt“, fordert die Stadt dazu auf, die Objekte zu beschlagnahmen und in den etwa 300 Zimmern Obdachlose zu beherbergen. 

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Regenburg: Teilnehmer machen ihrem Ärger Luft 

Auch wurden Ferienwohnungen in der Innenstadt - die häufig als Spekulationsobjekt dienen würden, kritisiert. Sie würden maßgeblich zur Wohnungsknappheit beitragen. Ein Teilnehmer ärgert sich, wie die Mittelbayerische berichtet: „Leerstand ist eine ziemliche Frechheit in einer Stadt, in der es einen Haufen Wohnungslose gibt und in der die Mietpreise immer weiter steigen.“

Kurt Raster, ein anderer Teilnehmer, berichtet von seinen eigenen Erfahrungen und wie ihm seine Wohnung im letzten Jahr zwangsgeräumt werden musste. Auch er ist sauer auf die Stadt: „Für Eigentümer drückt die Stadt alle Augen zu, für Mieter gibt es keine Freundlichkeit.“ Er sei kein Einzelschicksal und kenne viele Menschen in Regensburg, denen es ähnlich erging. Viele, die unverschuldet in Not geraten seien. *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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